Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Antiqua-Varianten

Typographischer Terminus für Hybride-, Misch- oder Bastard(a)druckschriften. Unterschriftgruppe, die im Sinne der typographischen Schriftklassifikation zur
Schriftgattung der Antiqua gehört. Rundbogige Druck- oder Screenschriften römischen Ursprungs mit und ohne Serifen, die hybride Formen aufweisen und sich nicht eindeutig den klassischen Druckschriftarten (siehe Schriftklassifikation) zuordnen lassen. Im Zuge der hypertrophen Schriftenvielfalt gehören heute die meisten Display-Schriften und Decorative zu dieser Gruppe.

Vertreter dieser Unterschriftgruppe: Arnold Böcklin, Blur, Eckmann, Exocet, Mambo Bold, Moonbase Alpha, Revue und Souvenir.

[T]
Bis zum Ende des materiellen Schriftsatzes in den 1970er Jahren konnten handelsübliche Schriften relativ einfach klassifiziert und in Gruppen eingeteilt werden. Dies ist seit dem optomechanischen Schriftsatz (Fotosatz) und insbesondere seit Beginn der digitalen Typographie (PostScript, TT, Bitmap, Otf usw.) nicht mehr – oder nur zum Teil möglich. Zu viele Varianten und Mischformen sind existent. Einheitliche Formmerkmale sind nicht mehr konkret nachweisbar und es ist nahezu unmöglich geworden, Antiquaschriften kunstgeschichtlich zuzuordnen.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 05.07.2007
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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