Akzidenzschriftsetzer

Gewer­be­spe­zi­fi­scher Ter­mi­nus aus der Epo­che der Offi­zi­nen bzw. Buch- und Zei­tungs­dru­cke­rei­en. Abkür­zung Akzi­denz­set­zer;  Schrift­set­zer, der im Akzi­denz­satz einer Buch- oder Zei­tungs­dru­cke­rei arbei­te­te. Beson­ders geschul­ter Hand­schrift­set­zer, der über­wie­gend mit Akzi­denz­schrif­ten Akzi­denz­dru­cke, also wir­kungs­voll gestal­te­te Dru­cke, wie bei­spiels­wei­se Zei­tungs­köp­fe, Wer­be­an­zei­gen, Geschäfts- oder Pri­vat­druck­sa­chen gestal­tet und gesetzt hat. Der Beruf des Akzi­denz­set­zers war in der Regel aus­schließ­li­ch ein Män­ner­be­ruf.

Seman­ti­sch von Akzi­den­zen. Ety­mo­lo­gi­sch von »Acci­denz« zu »Akzi­denz« für »etwas Zufäl­li­ges, nicht zum Wesen Gehö­ren­des«; ent­lehnt aus dem latei­ni­schen »acci­den­tia« für »Zufall«. 

Das Berufs­bild des Akzi­denz­set­zers hat sich heu­te zum Desk­top Publis­hers (inter­na­tio­nal), zum Typo­gra­phi­schen Gestal­ter (Schweiz) und zum Medi­en­ge­stal­ter (Deutsch­land und Öster­reich) ent­wi­ckelt. Der Beruf des Gra­fik- bzw. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gners, des Type Direc­tors (USA) und des Art Direc­tors (inter­na­tio­nal) ent­wi­ckel­ten sich eben­falls in Tei­len dar­aus (sie­he Gra­fik­de­si­gn).

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

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