Allograph

Ter­mi­nus für Gra­phe­me, die den sel­ben Laut dar­stel­len, aber eine von­ein­an­der abwei­chen­de Form auf­wei­sen. Ety­mo­lo­gi­sch aus dem grie­chi­schen »allos« für »anders« und »graphein« für »schrei­ben«.

Es gibt unter­schied­li­che Arten von Allo­gra­phen:

  • Gra­phe­me, die sich im Lauf der Schrift­ge­schich­te ver­än­dert haben. So der Wech­sel der Buch­sta­ben I zu J und V zu U. Bei­spiel: »SENATVS POPVLVS« zu »Sena­tus popu­lus«.
  • Ortho­gra­phi­sch regle­men­tier­te Gra­phe­me. So die ver­schie­de­nen Schrift­zei­chen und Zei­chen­kom­bi­na­tio­nen für S-Lau­te (s, ss, ß) oder f statt ph. Bei­spiel: »Typo­gra­phie« und »Typo­gra­fie«.
  • Typo­gra­phi­sch regle­men­tier­te Gra­phe­me ohne funk­tio­na­le Ver­än­de­run­gen, die ledig­li­ch unter­schied­li­che peri­phe­re gra­phi­schen Merk­ma­le im Schrift­stil und im Figu­ren­ver­zeich­nis auf­wei­sen. So die Trans­for­ma­ti­on der Minus­kel­li­ga­tur »ß« im nor­ma­len Schrift­stil zu »SS« in der Form­va­ri­an­te der Kapi­täl­chen bzw. Maju­s­eln. Bei­spiel: »muß­te« zu »MUSSTE«. 1 )

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Anmer­kung: Eine Gly­phe ist zwar ein Gra­phem, aber in der Regel kein Allo­gra­ph.