Apostroph

Terminus für ein auf Höhe der Oberlänge stehendes, kommaförmiges Zeichen, das zu den Ellipsenzeichen (Auslassungszeichen) zählt; Satzzeichen; umgangssprachlich auch als Hochkomma oder Oberstrich bezeichnet. Etymologisch aus dem Altgriechischen »apóstrophos«‚ für »der Abgewandte« zu lateinisch »apostrophus«. 

Beispiel
font-size: 36px;">Apostroph’ 

Der typografisch korrekte Apostroph ist ein Hochkomma (Unicode 2019). Die Typometrie ist abhängig von der verwendeten Schrift. Ein Apostroph wird innerhalb eines Wortes ohne Leerraumzeichen bzw. ohne Zwischenraum gesetzt. 

Der Apostroph dient im deutschen Schriftsatz als Auslassungszeichen für einen oder mehrere Buchstaben, zur Markierung des Genitivs von Eigennamen, die auf s, ss, ß, tz, z, x und ce enden, und kein Artikelwort bzw. kein Possessivpronomen bei sich haben sowie bei Ableitungen von Namen, die mit -sch gebildet werden. 1 )

Beispiele
Erik Spiekermann’ Schriften
das war ’ne Freude
Beinert’sche Formulierungen

Heute ist’s kühl
Hast Du noch ’ne Minute?
Das ist so’ne Sache
Was für ’n schöner Buchstabe!

D’dorf ... Düsseldorf
Ku’damm ... Kurfürstendamm

Grimm’schen Märchen

Die Verwendung des Apostrophs wird in Deutschland entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung geregelt. 2 )

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Anmerkung: Zur allgemeinen Auszeichnung des Genitivs wird der Apostroph nicht verwendet. Beispiel falsch: Wolfgang’s Typolexikon. Beispiels richtig: Wolfgangs Typolexikon.
2.Anmerkung: Weiterführende Informationen: Institut für Deutsche Sprache (IDS), Mannheim, Dokumente zu den Inhalten der Rechtschreibreform, verfügbar unter http://www1.ids-mannheim.de/service/reform/.