@ AT-Zeichen

Kauf­manns­li­ga­tur, kauf­mä­ni­sches Sondersatz­zei­chen aus der Peri­ode des mate­ri­el­len Schrift­sat­zes. Ehe­mals anglo­ame­ri­ka­ni­sche bzw. eng­li­sche Liga­tur aus der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts; mög­li­cher­wei­se aus der Mono­tye-Schrif­ten­bi­blio­thek. Über den Ursprung des @-Zeichens exis­tie­ren unter­schied­li­che Hypo­the­sen. Sehr wahr­schein­li­ch ist jedoch, dass das AT-Zei­chen aus dem angel­säch­si­schen Preis­ra­batt­zei­chen »five app­les at 10 pen­ce« her­vor­ging.

Um 1971 von Pro­gram­mie­rern, ver­mut­li­ch von dem US-ame­ri­ka­ni­schen Tech­ni­ker Ray Tom­lin­son (1942–2016) bei Bolt Beran­eck and New­mann (BBN), USA, als Refe­renz­zei­chen für den ers­ten Mail User Agent (E-Mail-Cli­ent) aus­ge­wählt. 1 )

name@domain.de
vorname.name@domain.de

Das @-Zeichen ist heu­te eines von drei Ele­men­ten einer E-Mail-Adres­se im Inter­net. Es trennt eine benut­zer- bzw. ver­wen­der­spe­zi­fi­sche Ken­nung von der Host-Anga­be (Domain). Heu­te aus­ge­spro­chen eng­li­sch als »at« und dt. als »ät« bzw. »æt«, was soviel bedeu­tet wie »in«, »an«, »bei« oder »auf«. Umgangs­sprach­li­ch auch »Klam­meraf­fe« genannt.

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

Share / Bei­trag tei­len:

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­ti­on: Ost­deut­scher Rund­funk Bran­den­burg (ARD): Inter­view mit Wolf­gang Bei­nert: Woher kommt das @-Zeichen? Ver­füg­bar unter www​.bei​nert​.net/​w​o​h​e​r​-​k​o​m​m​t​-​d​a​s​-​z​e​i​c​h​en/