Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Buchrücken
Rückentitel


Typographischer Terminus aus der Buchgestaltung für den Rücken eines Bucheinbandes, der sich zwischen Vorder- und Hinterdeckel befindet [1]; Rückentitel. Auf dem Buchrücken werden Autor, Titel eines Buches und Verlag [2] genannt. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Rückentiteln:

1. waagrecht mit und ohne Rückenschild
2. senkrecht linksdrehend [3] von Fuss zu Kopf (von unten nach oben)
3. senkrecht rechtsdrehend [4] von Kopf zu Fuss (von oben nach unten)

Im Deutschland (D), Österreich (A) und der Schweiz (CH) werden Rückentitel mehrheitlich linksdrehend, international überwiegend rechtsdrehend gesetzt. Bei grossformatigen Büchern, also bei Tischbüchern [5], die u.a. im Bücherregal mit dem Vorderdeckel nach oben liegen, wird in der Regel der Rückentitel auch im deutschsprachigen Raum rechtsdrehend beschriftet. Eine verbindliche Norm existiert in D-A-CH nicht [6].

[1] Bei gebundenen Büchern ist der Buchrücken jeweils mit einem »Gelenk« zwischen Vorder- und Hinterdeckel verbunden. Auf dem inneren Buchrücken zwischen vorderen und hinteren »Spiegel« wird der Buchblock befestigt.
[2] Alternativ auch das Verlagssignet. Bei Buchreihen, insbesondere bei Taschenbüchern, werden im Zuge des Corporate Designs auch grafische Komponenten eingearbeitet, um einen Seriencharakter zu visualisieren.
[3] Man muss den Kopf nach links neigen, um den Rückentitel eines stehenden Buches lesen zu können.
[4] Man muss den Kopf nach rechts neigen, um den Rückentitel eines stehenden Buches lesen zu können.
[5] Man unterscheidet in Bezug auf Größe und Gewicht zwischen Hand- und Tischbüchern.
[6] Es gibt eine internationale Norm ISO 6357 der International Organization for Standardization aus dem Jahre 1985 (Spinne titles on books and other publications). Sie legt den rechtsdrehenden Rückentitel fest. Deutschsprachige Verlage orientieren sich allerdings kaum an dieser Norm.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 26.01.2012
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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