Bastardschriften

Terminus aus der Paläographie, der Paläotypie und der Typographie für Mischschriften; auch als »Bastarda« oder »Hypride« bzw. »Hypridschriften« bezeichnet. Schriften, die nicht eindeutig klassifizierbar sind bzw. die hypride Stilmerkmale im Sinne einer philologischen oder typographischen Schriftklassifikation aufweisen. 

In der typographischen Schriftklassifikation zählen mehrheitlich Bastardschriften der Schriftgattung Antiqua zu der Untergruppe der Antiqua Varianten

Die semantische Ausgangsbedeutung des Wortes »Bastard« rührt von »wilder Schößling«, d.h. »ein aus dem Wurzelstock wachsendes Wildreis eines veredelten Baumes« her. Etymologisch leitet sich der Begriff von »bast(h)art« für »als uneheliches Kind, Mischling« ab, dies wiederum vom frz. »bastard« entlehnt ist.

Der Begriff Bastardschriften wird mit Beginn der digitalen Typographie kaum oder nicht mehr verwendet. Stattdessen hat sich der Terminus Hypridschriften etabliert.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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