Beschnitt

Typographischer Terminus für den Bereich einer Drucksache, der außerhalb eines definierten Seitenformats liegt. Dieser Bereich des bedruckten Papiers wird dann bei der buchbinderischen Weiterverarbeitung als »Beschnitt« abgeschnitten. 1 )

Ein Satzspiegel beschreibt den zu bedruckenden Teil einer Buchdoppelseite. Der Beschnitt kennzeichnet das Beschneiden des Druckpapiers bzw. des Buchblocks. Als »Buchschnitt« werden die drei Seiten des Buchblocks bezeichnet, an denen das Buch geöffnet werden kann.
Ein Satzspiegel beschreibt den zu bedruckenden Teil einer Buchdoppelseite. Der Beschnitt kennzeichnet das Beschneiden des Druckpapiers bzw. des Buchblocks. Als »Buchschnitt« werden die drei Seiten des Buchblocks bezeichnet, an denen das Buch geöffnet werden kann.

Im Layout, Satzspiegel, Gestaltungsraster und in der Druckvorlage einer Drucksache wird die Beschnittzugabe durch Beschnittzeichen kenntlich gemacht. Berechnet wird der Beschnitt in Millimeter (mm). 2 ) 3 ) 4 ) Die Wahl des Seitenformats gehört in die Makrotypographie.

 © Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1. Anmerkung: Das Schneiden von Druckpapieren oder Buchblöcken erfolgt in der Regel mit einem »Planschneider«, einer Schneidemaschine.
2. Anmerkung: Bei professioneller Software für das Electronic Publishing, beispielsweise bei Adobe InDesign®, kann der Beschnitt exakt ausgewiesen werden.
3. Tipp: Da Buchbinder selten exakt arbeiten können, müssen seitenabfallende Gestaltungselemente, wie beispielsweise Fotos, Schrift- oder Farbflächen, mindestens 3 bis 5 Millimeter »Beschnitt« über die festgelegte Seitenbegrenzung hinaus haben. Nur so können Blitzer vermieden werden.
4. Tipp: Vorsicht bei der Wahl von Papieren nach DIN 476, denn es gibt beschnittene und unbeschnittene DIN-Formate!