Buchrücken

Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus aus der Buch­ge­stal­tung für den Rücken eines Buch­ein­ban­des, der sich zwi­schen Vor­der- und Hin­ter­de­ckel befin­det; 1 ) Rücken­ti­tel. Auf dem Buch­rü­cken wer­den Autor, Titel eines Buches und Ver­lag 2 ) genannt. Es gibt drei unter­schied­li­che Arten von Rücken­ti­teln:

  • waag­recht mit und ohne Rücken­schild,
  • senk­recht links­dre­hend von Fuss zu Kopf (von unten nach oben) 3 ) und
  • senk­recht rechts­dre­hend von Kopf zu Fuss (von oben nach unten). 4 )

In Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz (D-A-CH) wer­den Rücken­ti­tel mehr­heit­li­ch links­dre­hend, inter­na­tio­nal über­wie­gend rechts­dre­hend gesetzt. Bei gross­for­ma­ti­gen Büchern, also bei Tisch­bü­chern, 5 ) die u.a. im Bücher­re­gal mit dem Vor­der­de­ckel nach oben lie­gen, wird in der Regel der Rücken­ti­tel auch im deutsch­spra­chi­gen Raum rechts­dre­hend beschrif­tet. Eine ver­bind­li­che Norm exis­tiert in D-A-CH nicht. 6 )

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Anmer­kung: Bei gebun­de­nen Büchern ist der Buch­rü­cken jeweils mit einem »Gelenk« zwi­schen Vor­der- und Hin­ter­de­ckel ver­bun­den. Auf dem inne­ren Buch­rü­cken zwi­schen vor­de­ren und hin­te­ren »Spie­gel« wird der Buch­blo­ck befes­tigt.
2.Anmer­kung: Buch­rü­cken bzw. Rücken­ti­tel beschrän­ken sich heu­te nicht nur auf Bücher. Sie fin­den bei­spiels­wei­se auch bei Geschäfts­be­rich­ten oder Pro­dukt­ka­ta­lo­gen Anwen­dung. Anmer­kung: Alter­na­tiv auch das Ver­lags­si­gnet. Bei Buch­rei­hen, ins­be­son­de­re bei Taschen­bü­chern, wer­den im Zuge des Cor­po­ra­te Designs auch gra­fi­sche Kom­po­nen­ten ein­ge­ar­bei­tet, um einen Seri­en­cha­rak­ter zu visua­li­sie­ren.
3.Anmer­kung: Man muss den Kopf nach links nei­gen, um den Rücken­ti­tel eines ste­hen­den Buches lesen zu kön­nen.
4.Anmer­kung: Man muss den Kopf nach rechts nei­gen, um den Rücken­ti­tel eines ste­hen­den Buches lesen zu kön­nen.
5.Anmer­kung: Man unter­schei­det in Bezug auf Grö­ße und Gewicht zwi­schen Hand- und Tisch­bü­chern.
6.Anmer­kung: Es exis­tiert zwar eine ISO-Norm 6357, die einen rechts­dre­hen­den Rücken­ti­tel vor­sieht, die­se fin­det aller­dings in D-A-CH kei­ne nen­nens­wer­te Akzep­tanz.