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Kategorie A

Auszeichnen

1. Auszeichnen eines Manuskripts bzw. Typoskripts

In der Typographie versteht man unter »Auszeichnen« die makro- und mikrotypographischen Satzangaben für ein Manuskript (handschriftlicher Beitrag eines Autors, der als Vorlage zur Vervielfältigung dient) bzw. für ein Typoskript (maschinell verfasster Text, der als Vorlage zur Vervielfältigung dient), das einem Schriftsetzer/in vorgibt, mit welchen charakterisierenden Eigenschaften der Schriftsatz typographisch (um)gesetzt werden soll.

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Andruck

Unter »Andruck« wird in der Typographie und im Druckwesen ein Probedruck für gewerblichen Druckverfahren (z.B. Offsetdruck) verstanden, um die Qualität und das Zusammenspiel der Druckvorlagen im Verhältnis 1:1 mit den Bedruckstoffen (z.B. Papiere), Druckfarben (z.B. Echtfarben oder CMYK-Farbmodell) und der Druckmaschine beurteilen zu können.

Probedrucke werden im grafischen Gewerbe »Andrucke« genannt. Eine Druckerei, die sich auf Andrucke spezialisiert hat, wird als »Andruckerei« bezeichnet. Andruck weiterlesen

Antiqua Varianten

Typographischer Terminus für Hybridschriften, Mischschriften oder Bastardschriften. Rundbogige Druckschriften römischen Ursprungs mit und ohne Serifen, die hybride Formen aufweisen und sich nicht eindeutig zuordnen lassen. 

In der Schriftklassifikation nach DIN 16518 bilden Antiqua Varianten die Schriftgruppe 7. In der Schriftklassifikation der Matrix Beinert werden sie als »Decorative« bezeichnet und gehören zu den Zierschriften der Hauptschriftgruppe 4. Antiqua Varianten weiterlesen

Aldusblatt

Blumenartiges Alinea; Zierornament in Form eines herzförmigen Efeublattes; Schmuckzeichen; dekorative Glyphe im Zeichensatz eines Fonts. Der Terminus »Aldusblatt« ist ein Synonym für das »Hederablatt« (lat. »Hedera« für »Efeu« bzw. »hedera folium« für »Efeublatt«); Hedera-Zeichen; Kurzform Hedera. Umgangssprachlich auch als  »Druckerherz« oder »Druckerblume« bezeichnet.

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Arabische Ziffern

Die »Arabischen Ziffern« (typographische Bezeichnung) bzw. die »Indo-Arabischen Ziffern« (mathematische Bezeichnung) 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 0 lösten mit Beginn des 13. Jahrhunderts in Westeuropa die Römischen Zahlen sukzessive ab und ermöglichten durch ihre wesentlich einfachere und übersichtlichere Schreibweise – und natürlich der Null – die Weiterentwicklung der komplexen Mathematik und der Naturwissenschaften. Arabische Ziffern weiterlesen

Akkolade

Eine Akkolade ist eine geschweifte Parenthese; geschweifte Klammer; umgangssprachlich auch als »Nasenklammer« bezeichnet. Plural Akkoladen. Etymologisch aus dem Französischem »accolade« für »Umarmung« aus dem Lateinischen »ad« für »zu« und »collum« für »Hals«. Satzzeichen, welches Noten-, Code- und Textzeilen zusammenfügt.  Akkolade weiterlesen

Abstand

Räumliche Distanz zwischen einzelnen Komponenten eines Layouts. Darunter fallen beispielsweise die Abstände zwischen Satzspiegel, Kopfsteg, Außensteg, Bundsteg und Fußsteg, Containerabstände sowie Zeichenabstände, Wortzwischenräume, Zeilenabstände und Spaltenabstände. Abstände beeinflussen u.a. den Grauwert und die räumliche Ästhetik einer gestalterischen Arbeit sowie die Lesbarkeit eines Schriftsatzes. Abstand weiterlesen

Akzidenzsatz

Auch als »Feinsatz« bezeichnet. Gewerbespezifischer Terminus aus der Epoche der Offizinen bzw. Buch- und Zeitungsdruckereien des frühen 19. Jahrhunderts für die Schriftsatzarbeit einer Akzidenzschriftsetzerei, einer Abteilung innerhalb einer Akzidenzdruckerei, die auf die Gestaltung und Druckvorlagenherstellung von Akzidenzdrucksachen, also wirkungsvoll gestaltete Drucke, beispielsweise Zeitungsköpfe, Werbeanzeigen, Geschäfts- oder Privatdrucksachen, spezialisiert war.  Akzidenzsatz weiterlesen

Ausgleichen

Typographischer Terminus für die ästhetische Anpassung der Weißräume innerhalb von Zeichengruppen bei Proportionalschriften; individueller Ausgleich von Buchstaben-, Ziffern- und Zeichenabständen; im Handsatz auch als »Ausmitteln« bezeichnet. Semantisch »ausgleichen« von »Ausgleich« für »ein Gleichgewicht zustande bringen« bzw. »das Aufheben von Unterschieden durch Anpassung beider Seiten«.
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Akzidenzdrucksachen

Gewerbespezifischer Terminus aus der Epoche der Offizinen bzw. Buch- und Zeitungsdruckereien des frühen 19. Jahrhunderts für einen »Gelegenheitsauftrag« bzw. für eine »Nebeneinnahme«; dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts Begrifflichkeit für Geschäfts- oder Privatdrucksachen, wie beispielsweise Briefpapiere, Visitenkarten und Prospekte, die nicht zum Werk-, Zeitungs- oder Zeitschriftendruck gehörten; auch als »Akzidenzen« bezeichnet. Akzidenzdrucksachen weiterlesen

ASCII

Abkürzung für American Standard Code for Information Interchange. Der ASCII ist ein durch die ANSI (American National Standards Institute), dem Standardisierungsgremium der USA, standardisierter Binärcode zur digitalen Darstellung von Majuskeln und Minuskeln, Ziffern, Sonder-, Leerraum- und Steuerungszeichen. Er wird auch als IA-5-Alphabet, ISO-7-Bit-Code, USASCII-Code und CCITT-Code Nr. 5 bezeichnet. ASCII weiterlesen

Akzent

Betonungszeichen eines Buchstabens; Zeichen über dem Grundkörper eines Buchstabens, welches die besondere Aussprache des Buchstabens signalisiert (akzentuiert). Akzentuierung für Betonung, Qualität oder Quantität eines Lautes (lat. accentus für »Betonung«). Akzent weiterlesen