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Kate­go­rie A

Akzidenzsatz

Auch als »Fein­satz« bezeich­net. Gewer­be­spe­zi­fi­scher Ter­mi­nus aus der Epo­che der Offi­zi­nen bzw. Buch- und Zei­tungs­dru­cke­rei­en des frü­hen 19. Jahr­hun­derts für die Schrift­satz­ar­beit einer Akzi­denz­schrift­set­ze­rei, einer Abtei­lung inner­halb einer Akzi­denz­dru­cke­rei, die auf die Gestal­tung und Druck­vor­la­gen­her­stel­lung von Akzi­denz­druck­sa­chen, also wir­kungs­voll gestal­te­te Dru­cke, bei­spiels­wei­se Zei­tungs­köp­fe, Wer­be­an­zei­gen, Geschäfts- oder Pri­vat­druck­sa­chen, spe­zia­li­siert war.  Akzi­denz­satz wei­ter­le­sen

Abstand

Räum­li­che Dis­tanz zwi­schen ein­zel­nen Kom­po­nen­ten eines Lay­outs. Dar­un­ter fal­len bei­spiels­wei­se die Abstän­de zwi­schen Satz­spie­gel, Kopf­steg, Außen­steg, Bund­steg und Fuß­steg, Con­tai­ner­ab­stän­de sowie Zei­chen­ab­stän­de, Wort­z­wi­schen­räu­me, Zei­len­ab­stän­de und Spal­ten­ab­stän­de. Abstän­de beein­flus­sen u.a. den Grau­wert und die räum­li­che Ästhe­tik einer gestal­te­ri­schen Arbeit sowie die Les­bar­keit eines Schrift­sat­zes. Abstand wei­ter­le­sen

Alinieren

1. Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus für das Abset­zen einer neu­en Zei­le; eine neue Zei­le begin­nen. Seman­ti­sch von Ali­nea.

2. Aus­rich­tung von Gra­fi­ken, Illus­tra­tio­nen, Fotos und Tex­ten inner­halb eines Satz­spie­gels bzw. Gestal­tungs­ras­ters zuein­an­der. Ali­nie­ren wei­ter­le­sen

Ausgleichen

Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus für die ästhe­ti­sche Anpas­sung der Weiß­räu­me inner­halb von Zei­chen­grup­pen bei Pro­por­tio­nal­schrif­ten; indi­vi­du­el­ler Aus­gleich von Buch­sta­ben-, Zif­fern- und Zei­chen­ab­stän­den; im Hand­satz auch als »Aus­mit­teln« bezeich­net. Seman­ti­sch »aus­glei­chen« von »Aus­gleich« für »ein Gleich­ge­wicht zustan­de brin­gen« bzw. »das Auf­he­ben von Unter­schie­den durch Anpas­sung bei­der Sei­ten«.
Aus­glei­chen wei­ter­le­sen

Akzidenzschrift

Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus aus der Peri­ode des mate­ri­el­len Schrift­sat­zes für eine Hand­satz­schrift, in der Regel aus Holz, Blei, Kup­fer oder Mes­sing, die nicht als Werk­satz­schrift (Brot­schrift, Text­schrift) bestimmt war. Seman­ti­sch von Akzi­den­zen. Ety­mo­lo­gi­sch von »Acci­denz« zu »Akzi­denz« für »etwas Zufäl­li­ges, nicht zum Wesen Gehö­ren­des«; ent­lehnt aus dem latei­ni­schen »acci­den­tia« für »Zufall«. Akzi­denz­schrift wei­ter­le­sen

Akzidenzdrucksachen

Gewer­be­spe­zi­fi­scher Ter­mi­nus aus der Epo­che der Offi­zi­nen bzw. Buch- und Zei­tungs­dru­cke­rei­en des frü­hen 19. Jahr­hun­derts für einen »Gele­gen­heits­auf­trag« bzw. für eine »Neben­ein­nah­me«; dann ab Mit­te des 19. Jahr­hun­derts Begriff­lich­keit für Geschäfts- oder Pri­vat­druck­sa­chen, wie bei­spiels­wei­se Brief­pa­pie­re, Visi­ten­kar­ten und Pro­spek­te, die nicht zum Werk-, Zei­tungs- oder Zeit­schrif­ten­druck gehör­ten; auch als »Akzi­den­zen« bezeich­net. Akzi­denz­druck­sa­chen wei­ter­le­sen

Axialsatz

Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus für einen sym­me­tri­schen Flat­ter­satz, eine gleich­mä­ßi­ge und spie­gel­bild­li­che Schrift­satz­art, des­sen Zei­len­mit­te exakt an der Mit­tel­ach­se einer Sei­te bzw. einer Kolum­ne aus­ge­rich­tet ist; auch als »Mit­tel­achs­satz«, »Zen­trier­ter Satz«, »Gemit­tel­ter Satz« oder »Sym­me­tri­scher Flat­ter­satz« Axi­al­satz wei­ter­le­sen

Apostroph

Ter­mi­nus für ein auf Höhe der Ober­län­ge ste­hen­des, kom­maför­mi­ges Zei­chen, das zu den Ellip­sen­zei­chen (Aus­las­sungs­zei­chen) zählt; Satz­zei­chen; umgangs­sprach­li­ch auch als Hoch­kom­ma oder Ober­strich bezeich­net. Ety­mo­lo­gi­sch aus dem Alt­grie­chi­schen »apóstro­phos«‚ für »der Abge­wand­te« zu latei­ni­sch »apo­stro­phus«.  Apo­stro­ph wei­ter­le­sen

ASCII

Abkür­zung für Ame­ri­can Stan­dard Code for Infor­ma­ti­on Inter­ch­an­ge. Der ASCII ist ein durch die ANSI (Ame­ri­can Natio­nal Stan­dards Insti­tu­te), dem Stan­dar­di­sie­rungs­gre­mi­um der USA, stan­dar­di­sier­ter Binär­code zur digi­ta­len Dar­stel­lung von Majus­keln und Minus­keln, Zif­fern, Son­der-, Leer­raum- und Steue­rungs­zei­chen. Er wird auch als IA-5-Alpha­bet, ISO-7-Bit-Code, USA­SCII-Code und CCITT-Code Nr. 5 bezeich­net. ASCII wei­ter­le­sen

Antiqua Varianten

Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus für Hybri­dschrif­ten, Misch­schrif­ten oder Bas­tard­schrif­ten. Haupt­schrift­grup­pe, die im Sin­ne der typo­gra­phi­schen Schrift­klas­si­fi­ka­ti­on zur Schrift­gat­tung der Anti­qua-Schrif­ten gehört. Rund­bo­gi­ge Druck- oder Screen­schrif­ten römi­schen Ursprungs mit Seri­fen (Serif) und ohne Seri­fen (Sans Serif), die hybri­de For­men auf­wei­sen und sich nicht ein­deu­tig zuord­nen las­sen. Anti­qua Vari­an­ten wei­ter­le­sen

Alphabet

Geord­ne­te Fol­ge von Buch­sta­ben oder Zei­chen einer Spra­che. Ety­mo­lo­gi­sch im 13. Jahr­hun­dert aus dem latei­ni­schen »alpha­be­tum« ent­lehnt, dass aus dem alt­grie­chi­schen »alpha­be­tos« stammt; zu »alpha« für den den ers­ten Buch­sta­ben des grie­chi­schen Alpha­bets. Alpha­bet wei­ter­le­sen

Alinea

1. Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus für Schmuck­zei­chen, Zier­stü­cke, Schluß­stü­cke, Eng­li­sche Lini­en und Schluss­li­ni­en zur Text­ab­tren­nung. Im mate­ri­el­len Schrift­satz (Blei­satz) gehör­ten Ali­ne­as zum »Zier­rat« und wur­den in der Regel bei den Akzi­denz­schrif­ten auf­be­wahrt. Ali­nea wei­ter­le­sen

Arabische Ziffern

Die »Ara­bi­schen Zif­fern« (typo­gra­phi­sche Bezeich­nung) bzw. die »Indo-ara­bi­schen Zif­fern« (mathe­ma­ti­sche Bezeich­nung) 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 0 lös­ten mit Beginn des 13. Jahr­hun­derts in West­eu­ro­pa die Römi­schen Zah­len suk­zes­si­ve ab und ermög­lich­ten durch ihre wesent­li­ch ein­fa­che­re und über­sicht­li­che­re Schreib­wei­se – und natür­li­ch der Null – die Wei­ter­ent­wick­lung der kom­ple­xen Mathe­ma­tik und der Natur­wis­sen­schaf­ten. Ara­bi­sche Zif­fern wei­ter­le­sen

Akzent

Beto­nungs­zei­chen eines Buch­sta­bens; Zei­chen über dem Grund­kör­per eines Buch­sta­bens, wel­ches die beson­de­re Aus­spra­che des Buch­sta­bens signa­li­siert (akzen­tu­iert). Akzen­tu­ie­rung für Beto­nung, Qua­li­tät oder Quan­ti­tät eines Lau­tes (lat. accen­tus für »Beto­nung«). Akzent wei­ter­le­sen

Akkolade

Geschweif­te Par­en­the­se; Geschweif­te Klam­mer; umgangs­sprach­li­ch auch als »Nasen­klam­mer« bezeich­net. Plu­ral Akko­la­den. Ety­mo­lo­gi­sch aus dem Fran­zö­si­schem »acco­la­de« für »Umar­mung« aus dem Latei­ni­schen »ad« für »zu« und »col­lum« für »Hals«. Satz­zei­chen, wel­ches Noten-, Code- und Text­zei­len zusam­men­fügt.  Akko­la­de wei­ter­le­sen

Adobe Font Metrics File

Ein Ado­be Font Metrics File®, auch als AFM-Datei (*.afm) bezeich­net, ist eine ASCII-Datei, die u.a. Quel­len­an­ga­ben, Copy­right-Daten, Brei­ten- und Kerning-Tabel­len ent­hält. Eine sepa­ra­te AFM-Datei ergänzt den jewei­li­gen Post­Script® Font mit Infor­ma­tio­nen über die Grö­ße der ein­zel­nen Zei­chen und über die jewei­li­gen Abstän­de der Zei­chen zuein­an­der.  Ado­be Font Metrics File wei­ter­le­sen

Absatz

In der Text­ge­stal­tung ist ein Absatz (lat. pas­sus) ein zusam­men­hän­gen­der Text­ab­schnitt, der aus einem oder meh­re­ren Sät­zen (Fließ­text) besteht. Die Typo­gra­phie ver­steht dar­un­ter eine sinn­ge­rech­te Glie­de­rung einer Schrift­satz­ar­beit mit­tels Absatz wei­ter­le­sen

@ AT-Zeichen

Kauf­manns­li­ga­tur, kauf­mä­ni­sches Sondersatz­zei­chen aus der Peri­ode des mate­ri­el­len Schrift­sat­zes. Ehe­mals anglo­ame­ri­ka­ni­sche bzw. eng­li­sche Liga­tur aus der Mit­te des 19. Jahr­hun­derts; mög­li­cher­wei­se aus der Mono­tye-Schrif­ten­bi­blio­thek. Über den Ursprung des @-Zeichens exis­tie­ren unter­schied­li­che Hypo­the­sen. Sehr wahr­schein­li­ch ist jedoch, dass das AT-Zei­chen aus dem angel­säch­si­schen Preis­ra­batt­zei­chen »five app­les at 10 pen­ce« her­vor­ging.

Um 1971 von Pro­gram­mie­rern, ver­mut­li­ch von dem US-ame­ri­ka­ni­schen Tech­ni­ker Ray Tom­lin­son (1942–2016) bei Bolt Beran­eck and New­mann (BBN), USA, als Refe­renz­zei­chen für den ers­ten Mail User Agent (E-Mail-Cli­ent) aus­ge­wählt. @ AT-Zei­chen wei­ter­le­sen