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Kate­go­rie F

Fixationen

Eine von drei Akti­vi­tä­ten der Augen­be­we­gungs­mus­ter beim Lesen einer Wort­spra­che; Ruhen des Auges wäh­rend des Lesens einer Wort­spra­che auf einem Punkt (lat. Fes­ti­gung, Fixie­rung). Wei­te­re Augen­be­we­gungs­mus­ter beim Lesen sind die Sak­ka­den und die Regres­sio­nen, auch Regres­si­ons­sak­ka­den genannt. Fixa­tio­nen wei­ter­le­sen

Französische Anführungszeichen

Inter­punk­ti­ons­zei­chen; Satz­aus­druck­zei­chen. Fran­zö­si­sch « Guil­le­mets français »; Kurz­form Guil­le­met oder Guil­le­mets, pho­ne­ti­sch im Plu­ral auch als »-gij’mee« aus­ge­spro­chen. Fran­zö­si­sche Anfüh­rungs­zei­chen und Abfüh­rungs­zei­chen in Form zwei­er spit­zer Klam­mern oder zwei­er Halb­krei­se, bzw. bei »Hal­ben Anfüh­rungs­zei­chen« einer spit­zen Klam­mer oder eines Halb­krei­ses. Fran­zö­si­sche Anfüh­rungs­zei­chen wei­ter­le­sen

Font Foundry

Angli­zis­mus für »Schrif­ten­haus«; Syn­onym »Type Found­ry« ggf. auch »Type Libra­ry«; Plu­ral »Font Found­ries«. Han­dels­un­ter­neh­men, das eige­ne und/oder Fonts (Schrif­ten) ande­rer Schrif­ten­her­stel­ler bzw. Type Desi­gner (Schrift­ge­stal­ter) ver­treibt; Ety­mo­lo­gi­sch ent­lehnt aus dem Eng­li­schen »Font« für »Schrift, Zei­chen­satz« und »Found­ry« für »Gie­ße­rei«; zu Deut­sch »Schrift­gie­ße­rei«, was wie­der­um eine gewer­be­spe­zi­fi­sche Bezeich­nung aus der Peri­ode des mate­ri­el­len Schrift­sat­zes für ein Unter­neh­men ist, das phy­si­sche Druck­schrif­ten, z.B. Buch­sta­ben aus einer Blei-Zinn-Anti­mon-Legie­rung oder Zier­rat aus Kup­fer­le­gie­run­gen (Mes­sing­li­ni­en, Ali­ne­as etc.), her­stell­te und bis Ende der 1970er Jah­re in der Regel pro Kilo und als Meter­wa­re an Offi­zi­nen ver­kauf­te. Font Found­ry wei­ter­le­sen

Font

In der Infor­ma­ti­ons­tech­nik (IT) Abkür­zung für »Com­pu­ter Font«; dt. »Com­pu­ter­schrift«; digi­ta­ler Zei­chen­satz, bei­spiels­wei­se in Form einer Alpha­bet­schrift, der auf einem Com­pu­ter sowie des­sen Peri­phe­rie­ge­rä­ten als gra­fi­sches Zei­chen­sys­tem zur Visua­li­sie­rung von Infor­ma­tio­nen dient. In der Typo­gra­phie wird der Angli­zis­mus »Font« als digi­ta­ler Pen­dant zu einer phy­si­schen Druck­ty­pe ver­stan­den, als eine digi­tal repro­du­zier­ba­re Bild­schirm­schrift (Screen Font) bzw. Druck­schrift (Werk­satz­schrift).

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Flattersatz

Schrift­satz­art. Unter­schie­den wird grund­sätz­li­ch zwi­schen Flat­ter­satz mit frei­er Zei­len­a­n­ord­nung und Axi­al­satz. In der klas­si­si­schen Buch­ty­po­gra­phie wird der Flat­ter­satz mit frei­er Zei­len­a­n­ord­nung auch als »Ana­xia­ler Schrift­satz« (»an« für »wider« oder »nicht« und alt­grie­chi­sch »axis« für »Ach­se«), in der Paläo­gra­phie und der Typo­gra­phie auch als »Asym­me­tri­scher Schrift­satz« (alt­grie­chi­sch »a« für »nicht« und »sym­me­tria« für »Eben­maß« zu »sym­me­tros« für »gleich­mä­ßig«), also als ungleich­mä­ßi­ger Schrift­satz, bezeich­net. Der Axi­al­satz wird hin­ge­gen auch als »Sym­me­tir­scher Flat­ter­satz« bezeich­net.  Flat­ter­satz wei­ter­le­sen

Faksimile

1. Typo­gra­phi­scher Ter­mi­nus aus der Peri­ode des mate­ri­el­len Schrift­sat­zes (z.B. Blei­satz) für ein hän­di­sches Schrift­satz­lay­out;  Fak­si­mi­le­text; makro­ty­po­gra­phi­sches Lay­out. Ety­mo­lo­gi­sch »Fak­si­mi­le« für »Nach­bil­dung« von lt. »fac simi­le« für »mach ähn­li­ch« zu »face­re« für »machen, tun »und »simi­lis« für »ähn­li­ch«. Fak­si­mi­le wei­ter­le­sen

Formsatz

Schrift­satz­art; Schrift­satz, des­sen makro­ty­po­gra­phi­sches Gesamt­bild eine in sich geschlos­se­ne geo­me­tri­sche Figur oder freie Form ergibt, die auf dem Umriss einer kon­tu­rier­ten Flä­che oder einem Text­pfad (Pfadt­ext) basiert. In der Typo­gra­phie wird zwi­schen »Kon­tur­satz« und »Frei­er Form­satz« unter­schie­den.  Form­satz wei­ter­le­sen

Fußnote

Eine Fuß­no­te ist eine Anmer­kung, Legen­de, Bemer­kung, Quel­len­an­ga­be, Über­set­zung oder wei­ter­füh­ren­de Erklä­rung zu einem Wort oder einer Text­pas­sa­ge. Sie wird – im Gegen­satz zu Mar­gi­na­li­en und End­no­ten – am Fuß der glei­chen Sei­te, meist in einem klei­ne­ren Schrift­grad, in einer soge­nann­ten Kon­sul­ta­ti­ons­grö­ße, an die Text­ko­lum­ne (Haupt­text) ange­hängt. Fuß­no­ten wer­den bei­spiels­wei­se bei wis­sen­schaft­li­chen Tex­ten ver­wen­det, die einen Zitat­nach­weis oder eine Anmer­kung zu einer The­se erfor­dern. Fuß­no­ten sind eine Hil­fe für Leser, die Bele­ge und wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen suchen und über­prü­fen. Die Qua­li­tät und der Umfang von Fuß­no­ten kann des­halb auch ein Maß­stab für eine wis­sen­schaft­li­che Abhand­lung sein.  Fuß­no­te wei­ter­le­sen

Fraktur

Die Frak­tur­schrift ist eine Haupt­schrift­grup­pe, die im Sin­ne der euro­päi­schen Schrift­klas­si­fi­ka­ti­on mit römi­scher Alpha­bett­ra­di­ti­on zu der Schrift­gat­tung der »Gebro­che­nen Schrif­ten« zählt. Auch als »Deut­sche Schrift«, im eng­lisch­spra­chi­gen Raum mehr­deu­tig auch als Got­hic, Old Eng­lish oder als Black­let­ter bezeich­net. Die Frak­tur war über 400 Jah­re im Wesent­li­chen die Buch- und Ver­kehrs­schrift der Deut­schen und bis 1941 die offi­zi­el­le Amts­schrift im »Deut­schen Reich«. Als Schöp­fer der ers­ten rei­nen »frac­tu­ra ger­ma­ni­ca« (1507) gilt der Augs­bur­ger Kal­li­gra­ph und Bene­dik­ti­ner­pa­ter Leon­hard Wag­ner. Frak­tur wei­ter­le­sen

Font Hinting

Ter­mi­nus aus der Infor­ma­tik (Com­pu­ter Sci­en­ce) und der digi­ta­len Schrift­ge­stal­tung (Type Desi­gn) für das Ein­bet­ten von »Hints« in Out­line Font Files, einer Metho­de zur Inter­po­la­ti­on von digi­ta­len Schrif­ten, um die­se am Bild­schirm in Lese­grö­ßen deut­li­cher dar­zu­stel­len. Ety­mo­lo­gi­sch aus dem Eng­li­schen »Font« für »Schrift, Zei­chen­satz« und »hint« für »Wink, Anspie­lung, Hin­weis«. Gewer­be­spe­zi­fi­sche Abkür­zung »Hin­ting«. Font Hin­ting wei­ter­le­sen