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Kategorie G

Geviert

Relative Maßeinheit, die in der Typographie heute primär zur Bemessung von Abständen (z.B. Wortzwischenräume) und waagrechten Strichen (z.B. Geviertstriche) sowie als Maß für das Kerning, die Schriftlaufweite und den Optischen Schriftweitenausgleich (OSW) verwendet wird. Im Web Publishing u.a. auch als Einheit (em) für die relative Größe einer Schrift gebräuchlich. Geviert weiterlesen

Gemeine

Umgangssprachlicher Begriff aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz deutscher Schriftsetzer und Drucker von Offizinen und Zeitungsdruckereien aus der Periode des materiellen Schriftsatzes (Bleisatz) für die Kleinbuchstaben einer physischen Druckschrift, beispielsweise aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung (Bleilettern); Minuskeln. Gemeine weiterlesen

Goldener Schnitt

Bezeichnung für ein mathematisches Teilungsverhältnis einer Strecke oder anderer Größen, dessen Verhältnis des Ganzen zu seinem größeren Teil (Major) dem Verhältnis des größeren zum kleineren Teil (Minor) entspricht; irrationale Proportion von Breite zu Höhe im Verhältnis 1:1,618 (gerundet). Etymologisch von lt. »sectio aurea« für »Goldener Schnitt«; Synonym »Goldenes Verhältnis«; bis zum Ende des 19. Jahrhundert auch als »Göttliche Proportion« (lt. proportio divina) bezeichnet.  Goldener Schnitt weiterlesen

Garamond, Claude

Französischer Schriftschneider und Typograph. Geboren um 1498/99 in Paris. Gestorben 1561 in Paris. Schüler des Pariser Humanisten, Graveurs und Typographen Antoine Augereau (um 1485-1534), dem »Drucker der Königin Marguerite von Navarra«, bei dem Claude Garamond um 1510 eine Lehre als Buchdrucker in der Druckwerkstatt von Henri Estienne begann. Garamond schrieb seinen Familiennamen selbst mit »t«, also »Garamont«. Garamond, Claude weiterlesen

Giessbach

Typographischer Terminus für einen lückenhaften, schlecht »ausgeschlossenen« Blocksatz, bei dem mehrere untereinander stehende, meist zu große und zu ungleichmäßige Wortzwischenräume Lücken im Textbild erzeugen, welche im übertragenen Sinne optisch einen »Giessbach« (Bergbach mit Wasserfall) ergeben. Schriftsatzfehler; auch als »Bach« bezeichnet; altdeutsche Schreibweise »Gießbach«.  Giessbach weiterlesen

Gestaltungsraster

Ordnungssystem; Konstruktionssystem. Im gewerbespezifischen Sprachschatz auch als »Layoutraster« oder kurz als »Raster« bezeichnet. Schema für ein durchgängiges Design von Schriften (siehe auch Typometrie), Druckwerken, Benutzeroberflächen und dreidimensionalen Objekten, welches vereinfacht formuliert, auf einem horizontalen und vertikalen Koordinatensystem basiert – mit der Zielsetzung, Schrift, Bild, Farbe, Fläche und Raum systematisch und zweckgerichtet zu strukturieren. Gestaltungsraster weiterlesen

Glyphe

In der Typographie bezeichnet »Glyphe« die grafische Darstellung eines Silbenzeichens, segmentalen, symbolischen, ikonischen oder indexikalischen Schriftzeichens in Form eines Buchstabens, Satzzeichens, Sonderzeichens, einer Arabischen Ziffer oder einer Ligatur, also eine konkrete grafische oder typometrische Darstellung eines Zeichens bzw. Schriftzeichens innerhalb eines Schriftsystems.  Glyphe weiterlesen