Archiv der Kategorie: V

Kategorie V

Vorklassizistische Antiqua

Schriftart; Nebenschriftgruppe, die im Sinne Schriftklassifikation zur Schriftgattung (Hauptschriftgruppe) der Antiqua-Schriften gehört; rundbogige Druckschrift römischen Ursprungs mit Serifen. In der deutschen typographischen Literatur auch als »Barock Antiqua«, »Übergangsantiqua« oder »Halbmediäval«, im englischsprachigen Raum (GB, USA etc.) als »Transitional« (British Standards, 1967), in Frankreich als »Réales« (Maximilien Vox, 1963) und in Italien als »Transizionali« (Novarese und Pellitteri, 1965) bezeichnet.

Vorklassizistische Antiqua weiterlesen

Villardscher Teilungskanon

Typographischer Terminus aus der Buchtypographie bzw. Buchgestaltung für einen Teilungskanon (Buchkanon), mit welchem man ohne jeden Maßstab in jedem Rechteck eine Strecke präzise in beliebig viele gleiche Teile teilen kann. Auch als »Villardscher Buchkanon« oder »Geheimer Kanon« bezeichnet; alternative Schreibweise: »Villard´scher Teilungskanon«. Konstruktionsprinzip, um einen Buchsatzspiegel bzw. Gestaltungsraster in einen gleichmäßigen, z.B. in einen neun-, zehn- oder zwölfgeteilten Flächenraster zu gliedern. Der Entwurf eines Satzspiegels bzw. Gestaltungsrasters gehört in das Segment der Makrotypographie. Villardscher Teilungskanon weiterlesen

Versalien

Typographischer Terminus aus dem gewerbesprachlichen Sprachschatz deutscher Schriftsetzer aus der Periode des materiellen Handschriftsatzes (z.B. Bleisatz) für Majuskeln; Versalbuchstaben (Plural); Großbuchstaben (Plural). Singular Versal; Nebenform »Versalie«. Semantisch von »Vers«; etymologisch vom lateinischen »versus« zu lateinisch »vertere« für »umkehren, wenden, drehen«. Das Pendant zu Versalien sind Gemeine, die Kleinbuchstaben bzw. Minuskeln eines Alphabets. Versalien weiterlesen