Copy

Terminus für den Mengentext (Haupttext, Fließtext) einer schriftlichen Publikation bzw. eines schriftbasierenden Mediums. Ursprünglich war »Copy« ausschließlich eine Bezeichnung für »Anzeigentext«.

Etymologisch von englisch »copy« für »Kopie, Abschrift, Nachbildung, Durchschlag, Muster« zu »(Text)Abdruck«. Der Begriff im Sinne eines Anzeigentextes entwickelte sich vermutlich in den 1940er Jahren aus dem Sprachschatz US-amerikanischer Type Directors. 

In Deutschland wurde dieser Begriff als Anglizismus erstmals in den 1950er Jahren von Werbeagenturen für den »erzählenden« Haupttext in Anzeigen und Prospekten verwendet und – so wie andere Anglizismen auch, beispielsweise der Begriff »Headline« – in die gängige Werbesprache integriert. 

Heute wird der Begriff überwiegend in Verlagen, PR- und Werbeagenturen sowie in Werbeabteilungen von Unternehmen für den Mengentext von Presse-, Verlags-, PR- und Werbepublikationen verwendet.

Von diesem Wortstamm leiten sich u.a. folgende Fachbezeichnungen ab:

  • Copy chief = Cheftexter
  • Copy deadline = Redaktionsschluss
  • Copy department = Textabteilung
  • Copy platform = Fundament für eine Textaussage, Gestaltungsgrundlage
  • Copy resarch = Textanalyse
  • Copyright = Urheberrecht, Urheberschutz, Eigentumsrecht
  • Copy test = Verfahren der Umfrageforschung, bei dem anhand der Copy festgestellt wird, was der Befrage gesehen, gelesen, wiedererkannt oder behalten hat
  • Copy writer = Werbetexter

 

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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