Cursiva

Lateinische Kursivschrift; Schrägschrift der Römer. Auch als »Scriptura cursiva« bezeichnet. Etymologisch von lateinisch »Cursiva« für »schräg, laufend« zu »fortlaufend«. Römische Verkehrsschrift, die mit einem Griffel in Wachstafeln oder mit einer sehr schmalen Rohrfeder auf Papyrus geschrieben wurde. 1 )

Die »Scriptura cursiva« gilt als die Schrägschrift der Römer. Sie wurde insbesondere für Urkunden, Briefe und persönliche Aufzeichnungen verwendet. Man schrieb sie schnell mit einem gefaserten Rohr auf Papyrus. Beispiel: Eine ältere Cursiva aus der Mitte des 1. Jahrhunderts. Quelle: Staatsbibliothek Berlin, Handschriftenabteilung.
Die »Scriptura cursiva« gilt als die Schrägschrift der Römer. Sie wurde insbesondere für Urkunden, Briefe und persönliche Aufzeichnungen verwendet. Man schrieb sie schnell mit einem gefaserten Rohr auf Papyrus. Beispiel: Eine ältere Cursiva aus der Mitte des 1. Jahrhunderts. Quelle: Staatsbibliothek Berlin, Handschriftenabteilung.

Die Cursiva entwickelte sich aus der »Capitalis quadrata« (Römische Quadratschrift). In ihrem Frühstadium um A.D. war sie mehr oder weniger eine seitlich geneigte Vulgärform der Capitalis Quadrata. Die Cursiva wurde vor allem für nichtliterarische, alltägliche Manuskripte verwendet.

Heute wird in der Typographie eine nach rechts geneigte Schriftlage einer Druck- oder Screenschrift, bzw. eine nach rechts abgeschrägte Schriftstilvariante als »kursiv« bzw. als »italic«, »italique«, »cursiva« oder als »corsivo« bezeichnet.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1. Anmerkung: In der Paläographie wird die römische Schrift generell als »Scriptura capitalis« bezeichnet.