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Durchschuß
Zeilendurchschuß
Typographischer Terminus aus der Periode des materiellen Schriftsatzes (Bleisatz) für den optischen, nichtgedruckten Zwischenraum zwischen zwei Zeilen. Die Stärke des Durchschusses wird in unterschiedlichen Maßsystemen, beispielsweise in typographischen Punkten, zwischen den zwei Kegelgrößen berechnet. Heute wird der Zwischenraum zwischen zwei Zeilen primär als Zeilenabstand (ZAB) angegeben, der sich, im Gegensatz zum Durchschuß, rechnerisch ergibt. Durchschuß (optisch) und Zeilenabstand (rechnerisch) beziehen sich auf unterschiedliche Parameter und haben nichts miteinander zu tun.
[T] Ein optimaler Durchschuß ist immer abhängig von der Typometrie eines Buchstabens bzw. einer Schrift. Typometrie und Durchschuß bestimmen u.a. den Grauwert einer Schriftsatzarbeit, welcher die Lesbarkeit eines Textes maßgeblich beeinflussen kann.
[T] In der Mikrotypographie wird erst der Durchschuß in Relation zur gewählten Schrift definiert; erst dann wird der ZAB fixiert.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 23.07.2006
von Wolfgang Beinert
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