Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Englische Linie

Gestaltungselement aus dem materiellen Schriftsatz. Diese Linienform zeichnet sich dadurch aus, dass sie an den Enden fein ist und zur Mitte hin dicker wird. Es existieren unterschiedliche Formen, die auch Stilepochen, z.B. dem Jugendstil, zugeordnet werden können. Ursprünglich wurden mit Englischen
Linien Textpassagen in Büchern und Zeitungen gegliedert bzw. von einander getrennt. Mit der Industrialisierung und der dadurch aufkommenden Reklame (Akzidenztypographie) und Englischen Typographie wurden Englische Linien auch zur Gestaltung von Akzidenzdrucksachen verwendet. Englische Linien gehörten zum »Zierrat« und wurden in der Regel bei den Akzidenzschriften aufbewahrt.

[T] Englische Linien sind heute auch als
Fonts in PostScript- und TrueType-Formaten jeweils für Apple Macintosh ® und Microsoft Windows ® erhältlich, beispielsweise »Woodtype Ornaments™ One« und »Woodtype Ornaments™ Two« von Barbara Lind und Joy Redick (1990) aus der Linotype ® Schriftenbibliothek.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 04.03.2011
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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