Eszett : Scharfes s | ẞ : ß

Schriftzeichen; Schriftsatzzeichen; Buchstabe. Das heute nur noch in Deutschland und Österreich geschriebene »ß« wird als »Eszett« (»SZ«) oder »Scharfes s« bezeichnet. Es gilt als eine Eigenart der deutschen Schriftsprache. 

In der deutschen Orthographie ist das »ß« ein Buchstabe, der in Regel nach einem Vokal oder Diphthong (Doppellaut) zur phonetischen Wiedergabe eines stimmlosen »s-Lautes« dient. Er kommt in Deutschland und Österreich häufig in Familiennamen (z.B. Großmann) und Ortsnamen (z.B. Roßhaupten) vor, was im internationalen Kontext häufig zu Irritationen führt.

In der Typographie ist das »ß« eine phonetische Ligatur, die zu den Tonligaturen zählt. 1 ) Seit Juni 2017 wird in Deutschland und Österreich grundsätzlich zwischen der Minuskelligatur »ß« (kleines Eszett) für den Gemischten Schriftsatz (Groß- und Kleinschreibung) 2 ) und der Majuskelligatur »ẞ« (großes ESZETT) für den Majuskelsatz (Großschreibung) unterschieden.

In der Typographie ist das »ß« (Eszett, Scharfes s) eine phonetische Ligatur, die zu den Tonligaturen zählt. Minuskelligatur »ß« gesetzt in der »Linotype Didot« von Adrian Frutiger (1928–2015), einer Klassizistischen Antiqua aus dem Jahre 1991.
In der Typographie ist das »ß« (Eszett, Scharfes s) eine phonetische Ligatur, die zu den Tonligaturen zählt. Minuskelligatur »ß« gesetzt in der »Linotype Didot« von Adrian Frutiger (1928–2015), einer Klassizistischen Antiqua aus dem Jahre 1991.

Ursprung

Sehr verkürzt dargestellt, hat sich das »Eszett« im deutschen Schriftsatz mit Gebrochenen Schriften – im Zuge der Jahrhunderte andauernden germanische Lautverschiebung – ab dem 14. Jahrhundert aus dem »Langen s« (ſ) in einer Verschmelzung mit dem »z« bzw. das »Scharfe s« in der Schriftgattung der Antiqua ab dem 15. Jahrhundert aus der Verschmelzung aus dem »Langen s« (ſ) mit einem »Runden s« (s) zu einem stellungsbedingten Allographen bzw. zu der Ligatur »ß« entwickelt. 

Die exakte Interpretation der Allographie von »ſz« bzw. »ſs« zu »ß« ist in Fachkreisen in Teilen immer noch umstritten. 3 ) 

Die Entwicklung der Ligatur »ß« (Eszett, Scharfes s) anhand der »Wilhelm-Klingspor-Schrift« von Rudolf Koch (1876–1934). Links die zwei »s« (Langes s »ſ« und Rundes s »s«) einer Gebrochenen Schrift. Rechts die Ligaturen für »tz« und »ß«. Lehrmeinung ist, dass sich bei Gebrochenen Schriften die Ligatur »ß« aus »ſz« entwickelt hat, bei Antiquaschriften aus »ſs«.
Die Entwicklung der Ligatur »ß« (Eszett, Scharfes s) anhand der »Wilhelm-Klingspor-Schrift« von Rudolf Koch (1876–1934). Links die zwei »s« (Langes s »ſ« und Rundes s »s«) einer Gebrochenen Schrift. Rechts die Ligaturen für »tz« und »ß«. Lehrmeinung ist, dass sich bei Gebrochenen Schriften die Ligatur »ß« aus »ſz« entwickelt hat, bei Antiquaschriften aus »ſs«.

In Süddeutschland und Österreich wird das »ß« mehrheitlich als »Scharfes s« bezeichnet, in Mittel- und Norddeutschland überwiegend als »Eszett«. Dieses Phänomen verleitet zu der Hypothese, dass vermutlich traditionell katholische Regionen (z.B. Bayern und Österreich) die Bezeichnung mehrheitlich aus der klösterlichen (humanistischen) Antiquatradition ableiten, währenddessen traditionell protestantische Regionen (z.B. Schleswig-Holstein oder Niedersachsen) dies eher aus der Stellung der Fraktur in der Reformation (z.B. Schwabacher, Luther Fraktur) herleiten. 4 ) 5 ) 

Auflösung von »ẞ« in »ss«

Die deutsche (und österreichische) Orthographie kennt – abgesehen vom »ß« – keine Ligaturen, wobei streng genommen das »ß« in der deutschen Rechtschreibung als Einzelbuchstabe und nicht als Buchstabenverbindung wahrgenommen wird. Der Buchstabe »ß« kann im Gemischten Schriftsatz (Groß- und Kleinschreibung) ggf. durch »ss« bzw. im Majuskelsatz (Großschreibung) generell durch »SS« ersetzt werden.

Auflösung der Ligatur »ß« (Eszett, Scharfes s) in »ss« bei Kapitälchen und »SS« im Majuskelsatz. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance Antiqua »Corporate A« und »Corporate ASE« von Kurt Weidemann (1922–2011).
Auflösung der Ligatur »ß« (Eszett, Scharfes s) in »ss« bei Kapitälchen und »SS« im Majuskelsatz. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance Antiqua »Corporate A« und »Corporate ASE« von Kurt Weidemann (1922–2011).

Die typographische Regel lautet dementsprechend: Im Majuselsatz (Versalsatz) bzw. im Satz mit Kapitälchen wird die Ligatur »ß« (kleines Eszett) grundsätzlich in »ss« bzw. »SS« aufgelöst. Ein kleines »ß« (kleines Eszett) in einem Majuseklsatz (Versalsatz) ist unzulässig. 6 ) 

Diese Regel entspricht auch der deutschen Rechtschreibung. Allerdings darf im Gemischten Schriftsatz das »ß« nur dann durch »ss« aufgelöst werden, wenn in einer Schrift bzw. einem Font das »ß« im Zeichenvorrat nicht vorhanden ist. 

Internationaler Kontext

Im internationalen Schriftverkehr ist das »ß« nicht geläufig. International genutzte Software (z.B. für das Buchen von Flugtickets) löst deshalb in E-Formularen das »ß« – egal ob als Klein- oder Großbuchstabe – grundsätzlich automatisch in »ss« bzw. »SS« auf. Außerhalb des deutschsprachigen Raums besteht weitgehend eine Verwechslungsgefahr zwischen »ß«, »β« und »B«. 

Ausnahmen

Eine Ausnahme bilden die Transkriptionsrichtlinien bei der Großschreibung (Blockbuchstaben) in behördlichen Dokumenten und »Öffentlichen Urkunden besonderer Art«, beispielsweise in Reisepässen, wo in Deutschland und Österreich das kleine »ß« (kleines Eszett) in der nichtmaschinenlesbaren Zone auch im Majuskelsatz zugunsten der Originalschreibweise 7 ) verwendet wird (z.B. »GROßMANN« für »Großmann«), im maschinenlesbaren Teil jedoch »ß« in »SS« aufgelöst wird (z.B. »GROSSMANN« für »Großmann«). 

Bei Frakturschriften wird die Ligatur »ß« im Sperrsatz nicht aufgelöst.

Bis Mitte der 1950er Jahre wurde das »ß« im Majuskelsatz – meist im Titel- und Akzidenzsatz – nach offizieller Rechtschreibung mit den Majuskeln »SZ« aufgelöst. Beispiel: KARL DER GROSZE oder RUSZLAND. 8 ) 9 )

Majuskelligatur »ẞ« (großes ESZETT, Versaleszett)

Da bei Antiquaschriften generell das »ß« bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts im Zeichenvorrat einer Werksatzschrift kaum vorkam, im deutschen Fraktursatz 10 ) der Majuskelsatz nicht üblich ist und Wörter niemals mit »ß« beginnen, existierte bis dato auch keine Majuskelligatur »ẞ« (großes ESZETT, Versaleszett). 

Dadurch ergeben sich allerdings insbesondere bei Ortsnamen und Familiennamen mit »ß« oder »ss« häufig Schwierigkeiten durch abweichende Schreibweisen ein und desselben Namens, insbesondere im Sinne des Personenstandsrechts, der internationalen Vorschriften der International Civil Aviation Organisation (ICAO) und des Marketings. 11 ) 

Seit dem 29. Juni 2017 ist es in Deutschland und Österreich deshalb nach langjähriger Diskussion auch nach der deutschen Rechtschreibung möglich, anstelle der Auflösung »SS« im Majuskelsatz alternativ ein großes »ẞ« in Form einer Majuskelligatur zu verwenden. Im internationalen Schriftverkehr gilt diese Regel jedoch nicht. 

Das große »ẞ« (großes ESZETT, großes scharfes S) in unterschiedlichen Antiquaschriften mit und ohne Serifen. Schriftmuster der ehemaligen »German Type Foundry« von Michael Bundscherer, Ingo Preuß und Andreas Seidel.
Das große »ẞ« (großes ESZETT, großes scharfes S) in unterschiedlichen Antiquaschriften mit und ohne Serifen. Schriftmuster der ehemaligen »German Type Foundry« von Michael Bundscherer, Ingo Preuß und Andreas Seidel.

Die altbewährte Regel »›ß‹ zu ›SS‹« bleibt jedoch grundsätzlich unangetastet. Für Typographen/innen bedeutet das: Das »ẞ« (großes ESZETT) kann, muss aber nicht verwendet werden. 12 )

Tastaturbelegung

Soweit das große »ẞ« im verwendeten OptenType Font überhaupt vorhanden ist, kann man dieses mit der Tastatur nach DIN 2137-T2 ab Windows® 8 mit der Tastenkombination [Alt Gr] + [Shift] + [ß] tippen. Bei älteren Windows®-Versionen ggf. mit [Alt Gr] + [h] oder [linke Alt] + [7838].

Über MacOS® lässt sich das große »ẞ« gegenwärtig noch nicht über die Tastatur eingeben. Es kann nur sehr umständlich über das Dialogfeld »Emoji und Symbole« unter [ctrl] + [⌘] + [Leertaste] gesucht und per Maus angeklickt werden bzw. über eine virtuelle Glyphentastatur (Glyphenpalette, Zeichentabelle), wie sie z.B. Adobe InDesign® CC unter »Schrift > Glyphen« bzw. [alt] + [Shift] + [F11] enthält. Alternativ besteht noch die Möglichkeit mit »Kopieren und Einfügen«. 

Bei Smartphones gibt es zurzeit keine Möglichkeit, das große „ẞ“ mit Bordmitteln darzustellen, außer über »Kopieren und Einfügen« oder mit speziellen Synchronisations-Apps, die nur technisch sehr versierten Usern zu empfehlen sind.

OpenType Fonts

Die Mehrheit aller OpenType Fonts verfügt über keine Majuskelligatur »ẞ« (Versaleszett), insbesondere Schriftschnitte nicht, die vor 2008 generiert wurden. Seit der Aufnahme des großen »ẞ« in den internationalen Standard von Unicode® im April 2008 wird allerdings sukzessive bei den wichtigsten digitalen Textschriften, z.B. bei der »Times« bzw. die »Times New Roman« der englischen Typographen Stanley Morison (1889–1967) und Victor Lardent (1905–1968), das große »ẞ« in den Standardzeichensatz als Glyphe integriert.

Allerdings lässt die typometrische Qualität bei »Nachrüstungen« oft zu wünschen übrig, da die Majuskelligatur »ẞ« ohne Wissen und Zutun des Schriftgestalters/in später von dritten in den OpenType Font eingefügt wurde.

Webfonts

Bei Webfonts kommt es bei der Darstellung des großen »ẞ« in unterschiedlichen Clients, z.B. in Internet-Browsern wie Safari®, Google Chrome® oder Firefox®, grundsätzlich zu erheblichen Abweichungen der Typometrie bis hin zum Ausfall der Majuskelligatur. Gleiches gilt für Fallback Font Anwendungen mit sekundären Systemschriften, insbesondere wenn User ältere Betriebssysteme (OS Operating Systems, z.B. Microsoft Windows® oder Apple macOS®) bzw. ältere OpenType Fonts nutzen.

Eine einheitliche Darstellung des großen »ß« (großes ESZETT, Versaleszett) bei Webfonts funktioniert bis heute nicht. Beispiel: Die Darstellung der gleichen Website am gleichen Computer (http://www.typolexikon.de/eszett-scharfes-s/) auf zwei unterschiedlichen Internet-Browsern (links Firefox® und rechts Google Chrome®). Die Darstellungen des großen »ß« weichen signifikant voneinander ab. Auf Tablets und Smartphones sieht das große »ß« noch einmal anders aus.
Eine einheitliche Darstellung des großen »ß« (großes ESZETT, Versaleszett) bei Webfonts funktioniert bis heute nicht. Beispiel: Die Darstellung der gleichen Website am gleichen Computer (http://www.typolexikon.de/eszett-scharfes-s/) auf zwei unterschiedlichen Internet-Browsern (links Firefox® und rechts Google Chrome®). Die Darstellungen des großen »ß« weichen signifikant voneinander ab. Auf Tablets und Smartphones sieht das große »ß« noch einmal anders aus.

Die typographische Auflösung von »ß« in »SS« bleibt deshalb im Großen und Ganzen im digitalen Schriftverkehr die ästhetischere, sichere und verwechslungsfreie Lösung.

Die Ligatur »ẞ« (Eszett) in der Schweiz

Die Schweiz (und Lichtenstein) bildet in Bezug auf die Ligatur »ß« eine Ausnahme, da deren Kantone zum Ende der 1930er Jahre begannen, das »Scharfe s« in den Primarschulen (Grundschulen) nicht mehr zu lehren. 13 ) Das althergebrachte Eszett wird seither in der Schweiz mit »ss« aufgelöst. Offiziell abgeschafft wurde das »ß« in der Schweiz allerdings aber nie.

Unicode

Das kleine »ß« (kleines Eszett) wird als Zeichen im internationalen Standard von Unicode® ab Version 1.1.0 (Juni 1993) für Computerzeichensätze unter »Latin Small Letter Sharp S« (U+00DF) geführt. 14 )

Das große »ẞ« (großes ESZETT) wurde als neues Zeichen ab Version 5.1 (April 2008) unter »Latin Capital Letter Sharp S« (U+1E9E) aufgenommen. Die entsprechende Norm ISO/IEC 10646 trat zeitgleich in Kraft. 15 ) 16 )

Da das Unicode Consortium jedoch nur wenige Anwendung für diesen Großbuchstaben sieht, schreibt die Norm weiterhin vor, bei automatischer Konvertierung das kleine »ß« in die Großbuchstaben »SS« zu konvertieren. Umgekehrt soll aus einem großen »ẞ« automatisch ein kleingeschriebenes »ß« werden. 

CSS Cascading Style Sheets

Bei der Konvertierung über die CSS-Eigenschaft 17 ) »text-transform: uppercase« wird das kleine »ß« automatisch in »SS« umgewandelt. Das große »ẞ« bleibt davon unberührt.

Alphabetische Sortierung

In der alphabetischen Sortierung nach DIN 5007 wird das »ß« wie »ss« behandelt. Bei Wörtern, die sich nur durch »ss« bzw. »ß« unterscheiden, kommt das Wort mit »ss« zuerst, z.B. Masse vor Maße. Der Duden weicht in dieser Hinsicht von der DIN-Norm ab.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Anmerkung: Tonligaturen sind phonetische Ligaturen und nicht zu verwechseln mit Ligaturen in der Musik.
2.Anmerkung: Da es keine Wörter gibt, die mit »ß« anfangen, beschreibt »Gemischte Schriftsatz« ausschließlich die Kleinschreibung.
3.Literaturempfehlung: Lang, Michael: ß – Die Geschichte eines Mißverständnisses. Eine Streitschrift (?), TWENTYSIX, 2016, ISBN 374073681X und 9783740736811.
4.Anmerkung: In diesem Zusammenhang sei auch an den jahrhundertelangen deutschen Antiqua-Fraktur-Streit erinnert, der nicht nur kulturpolitisch, sondern insbesondere religiös und machtpolitisch motiviert war. Beispielsweise war der preußische Ministerpräsident und spätere deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck (1815–1898) ein Verfechter der Fraktur. Zeitlebens weigerte er sich, in der Antiqua gedruckte Bücher zu lesen, da er diese Schrift für die Schrift des (katholisch-französischen) Erzfeindes hielt. 
5.Literaturempfehlung: Kapr, Albert: Fraktur. Form und Geschichte der gebrochenen Schriften, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 1993. ISBN 3-87439-260-0.
6.Tipp: Wird das »ß« automatisch durch eine Software in »ss« konvertiert, entstehen bei einer Spationierung möglicherweise Fehler, die händisch korrigiert werden müssen.
7.Quelle: Deutsches Bundesministerium des Innern, Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung des Passgesetzes (Passverwaltungsvorschrift – PassVwV) vom 17. Dezember 2009 (GMBl. 2009, S. 1686), 4.1.1.3, , online verfügbar unter http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_17122009_IT464400311.htm (19.7.2017).
8.Quelle: Duden, Rechtschreibung der Deutsche Sprache und der Fremdwörter, Bibliographisches Institut Leipzig, 1925.
9.Literaturempfehlung: Tschichold, Jan: Herkunft und Form des ß in der Fraktur und der Antiqua, Fachaufsatz. Eingebunden auch in der Publikation »Schriften 1925–1974«, Brinkmann & Bose, Berlin, Band 1, Seiten 242–244, ISBN 3-922660-37-1.
10.Anmerkung: Die Fraktur war über 400 Jahre im Wesentlichen die Buch- und Verkehrsschrift der Deutschen und bis 1941 die offizielle Amtsschrift im »Deutschen Reich«.
11.Anmerkung: »Personenstand« ist die familienrechtliche Stellung eines Menschen innerhalb der Rechtsordnung einschließlich seines Namens.
12.Quelle: Deutsche Rechtschreibung, Regeln und Wörterverzeichnis, entsprechend den Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung, überarbeitete Fassung des amtlichen Regelwerks 2004 mit den Nachträgen aus dem Bericht 2010. Zum Ersatz von »ß« durch »ss« oder »SS« siehe § 25 E2 und E3. Laut einer Pressemitteilung des Rats vom 29.6.2017 ist in der deutschen Rechtschreibung ab sofort auch – neben SS – eine Majuskelligatur »ẞ« möglich. Online verfügbar unter http://www.rechtschreibrat.com (17.7.2017).
13.Anmerkung: Der Kanton Zürich nutzte das »ß« ab dem 1. Januar 1938 nicht mehr. Am 4. November 1974 stellte auch die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) als letzte der Schweizer Zeitungen auf »ss« um. Quelle: Peter Müller, SOK, Schweizer Orthographische Konferenz, verfügbar online unter http://sok.ch/2007/11/eszett-in-der-schweiz/ (17.7.2017).
14.Anmerkung: Unicode® ist ein internationaler Standard des Unicode Consortiums, in dem langfristig für jedes Sinn tragende Schriftzeichen oder Textelement aller bekannten Schriftkulturen und Zeichensysteme ein digitaler Code festgelegt wird. Online verfügbar unter http://www.unicode.org (17.7.2017).
15.Anmerkung: Die ISO International Organization for Standardization ist eine Internationale Standardisierungsorganisation mit Sitz in Vernier (Genf). Online verfügbar unter https://www.iso.org (18.7.2017). 
16.Literaturempfehlung: Bergerhausen, Johannes und Siri Poarangan: Decodeunicode, Die Schriftzeichen der Welt, Verlag Hermann Schmidt Mainz, ISBN 978-3-87439-813-8. 22.
17.Anmerkung: CSS Cascading Style Sheets ist ein weltweiter Standard des W3C (World Wide Web Consortium). Informationen verfügbar unter http://www.w3c.de/about/ (19.7.2017).