Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Farbauszeichnung

Auszeichnung eines
Buchstabens, eines Sonderzeichens, einer Ziffer, eines Wortes oder einer Textpassage innerhalb einer Schriftsatzarbeit mit einer zweiten Farbe. Farbwechsel innerhalb einer Schriftsatzarbeit.

[T] Farbauszeichnungen sollten grundsätzlich sehr sensibel und nur in der Grundschrift angewendet werden. Für ungeübte
Typographen gilt in der Lesetypographie: Niemals Farbwechsel in Verbindung mit »Aktiven Auszeichnungen« oder/und in Verbindung mit der Veränderung des Schriftgrades.
[T] Schriften in Konsultationsgrößen,
Lesegrößen und Fern- bzw. Schaugrößen, also Schriftgrade unterhalb von 48 Didot-Punkten, sollten grundsätzlich nur in Echtfarben (z.B. HKS oder Pantone ®) gedruckt und niemals gerastert werden. Insbesondere im Zeitungsrotationsdruck werden sonst die Schriftkanten oft unscharf und schwummrig. Im Offsetdruck, auf einer neu justierten Druckmaschine unter Verwendung von gestrichenen Papieren, liegt die Grenze bei etwa 24 Didot-Punkten. Abgesehen von ästhetischen Betrachtungsweisen, reduzieren unscharfe Schriftkanten die Lesbarkeit.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 28.07.2006
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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