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Fixationen
Eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Ruhen des Auges während des Lesens einer Wortsprache auf einem Punkt; (lat. Festigung, Fixierung). Weitere Augenbewegungsmuster beim Lesen sind die Sakkaden und die Regressionen, auch Regressionssakkaden genannt.
Fixationen sind im Vergleich zu den Sakkaden und den Regressionen der wesentliche visuelle Prozeß beim Lesen einer Schrift. Nur bei den Fixationen kommt es zu einer Informationsaufnahme. Fixationen nehmen rund 90 bis 95 Prozent der Gesamtlesezeit ein. Bei der überwiegenden Mehrheit der Fixationen handelt es sich um Inhaltswörter, also Adjektive, Adverbien, Nomen und Verben. Häufig vorkommende Wörter werden kürzer und weniger fixiert als weniger häufige. Lexikalisch ambivalente Wörter erfordern längere Fixationen.
Fixationen können, je nach Lesekompetenz, eine unterschiedliche Dauer besitzen. Bei zunehmender Textschwierigkeit in Bezug auf Inhalt und Grammatik, steigt die durchschnittliche Dauer der einzelnen Fixationen. Gleichzeitig nimmt die Anzahl der Regressionen zu, während die Sakkaden mengenmäßig und in ihrer Länge abnehmen.
[T] Nicht nur die typographische Aufbereitung eines Textes, also Schriftwahl, Schriftgrad etc., haben Einfluß auf die Lesbarkeit eines Textes, sondern auch die Oculomotorik, die Textschwierigkeit und die Lesekompetenz.
[T] Typographische Auszeichnungen können Fixationsprozesse, insbesondere bei Schnelllesern, sinnvoll unterstützen.
[L] Just and Carpenter, 1987. The Psychology of Reading an Language Comprehension.
[L] Weingarten, Rüdiger, 2000. Visuelle und phonologische Prozesse beim Lesen, Universität Osnabrück.
[L] Birch, Pollatsek und Kingston, 1998. The nature of sound code accessed by visual language.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 10.03.2011
von Wolfgang Beinert
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