Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Fleisch

Typographischer Terminus aus der Periode des materiellen Schriftsatzes für die nichtdruckenden Teile einer Drucktype (
Kegel) aus Metall (z.B. Bleitype) oder Holz (z.B. Plakatschrift) inklusive Vor- und Nachbreite [1].

[1] Die Frage, ob nun die oberen und unteren
Punzen, z.B. der Majuskel H, auch zum »Fleisch« gezählt wurden, so wie die Vor- und Nachbreite ab den Dicktenlinien, beantworten weder zeitgenössische Lehrbücher, Theoretiker noch Historiker differenziert. Beispielsweise besteht für den Typographen Paul Renner das Fleisch nur aus den »nicht druckenden äußeren Teilen des Kopfes einer Letter« (Vgl. Paul Renner, 1940: Die Kunst der Typographie, Seite 240). Auch in der zeitgenössischen Literatur von Jan Tschichold (1902–1974) und Albert Kapr finden sich dazu keine differenzierten Aussagen.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 29.01.2007
von
Wolfgang Beinert

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