Faksimile

1. Typographischer Terminus aus der Periode des materiellen Schriftsatzes (z.B. Bleisatz) für ein händisches Schriftsatzlayout;  Faksimiletext; makrotypographisches Layout. Etymologisch »Faksimile« für »Nachbildung« von lt. »fac simile« für »mach ähnlich« zu »facere« für »machen, tun »und »similis« für »ähnlich«.

Um einen ersten Eindruck von einer Drucksache zu erhalten, skizzierten Schriftsetzer die geplanten Headlines und Textzeilen bzw. bei Anzeigen die Copy mit schwarzen Farbbalken, den sogenannten Faksimile. Sie bekamen so einen ersten Eindruck vom Grauwert eines Schriftsatzes.

Diese Technik wird heute noch, beispielsweise von Grafikdesignern und Werbeagenturen, im Rahmen von Layouts verwendet.

2. Originalgetreue Kopie oder Reproduktion einer Vorlage, häufig im Falle historisch wertvoller Dokumente und Inkunabeln, beispielsweise der 42-zeiligen Gutenberg-Bibel.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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