Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Geviert

Relative Maßeinheit, die in der Typographie primär zur Bemessung von Leerräumen, Leerraumzeichen und Strichen [1] sowie als Maß für das Kerning, die
Schriftlaufweite und den Wortzwischenraum verwendet wird. Ein Geviert ergibt sich aus der Höhe eines Buchstabens, eines Zeichens oder einer Ziffer, also dem Schriftgrad, der auf die Breite umgelegt wird. So ist beispielsweise ein 1/4-Geviert großes Leeraumzeichen bei einer 10 Punkt großen Schrift 2,5 Punkt breit. Ein Geviert wird u.a. in 1/48-Geviert, 1/24-Geviert, 3/4-Geviert, 1/4-Geviert, 1/8-Geviert und Halbgeviert unterteilt.

[1] Ein
Gedanken- bzw. Parenthesenstrich hat beispielsweise im Idealfall die Länge eines Halbgevierts.
[T]
Das Gliedern und Spationieren von Buchstaben und Zahlen (Gliederung von Wert-, Gewichts-, Maß- und Telekommunikationsangaben) erfolgt in der Mikrotypographie nicht durch Leerraumzeichen (Leertaste), sondern durch Geviertschritte.
[T] Abweichungen von der Normalschriftweite (NWS) werden ausschließlich in Geviertschritten gemessen.
[T] Französische Guillemets werden mit einem Viertelgeviert (1/4-Geviert) Zwischenraum nach dem Guillemet ouvrant und vor dem Guillemet fermant gesetzt.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 02.08.2006
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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