Goldener Schnitt im Trajanisches Alphabet

In der typographischen Literatur kursiert immer noch der Mythos, dass das berühmteste und schönste Beispiel der Capitalis Monumentalis, das Trajanische Alphabet (113 n.Chr.), nach dem Goldenen Schnitt konstruiert wurde. Schriftsachverständige gehen aber davon aus, dass sowohl der Sockel der Trajansäule, die Säule selbst als auch die Majuskeln nach dem Reihenfolgenprinzip des Archimedes »Kegel, Kugel, Zylinder« im Verhältnis 1:2:3 (Zylinder vom Radius r und der Höhe 2 r, einer Kugel vom Radius r und eines geraden Kegels vom Radius r und der Höhe 2 r) konstruiert wurden. Auf das Zweidimensionale bezogen, entspricht das nicht dem Goldenen Schnitt, sondern Quadrat, Kreis und Dreieck, also den Grundformen unseres lateinischen Alphabets. Im Beispiel (links) wird das anhand der »Trajan Pro« von Adobe und dem Fibonacci-Gitter deutlich.

In der typo­gra­phi­schen Lite­ra­tur kur­siert immer noch der Mythos, dass das berühm­tes­te und schöns­te Bei­spiel der Capi­ta­lis Monu­men­ta­lis, das Tra­ja­ni­sche Alpha­bet (113 n.Chr.), nach dem Gol­de­nen Schnitt kon­stru­iert wur­de. Schrift­sach­ver­stän­di­ge gehen aber davon aus, dass sowohl der Sockel der Tra­j­an­säu­le, die Säu­le selbst als auch die Majus­keln nach dem Rei­hen­fol­gen­prin­zip des Archi­me­des »Kegel, Kugel, Zylin­der« im Ver­hält­nis 1:2:3 (Zylin­der vom Radi­us r und der Höhe 2 r, einer Kugel vom Radi­us r und eines gera­den Kegels vom Radi­us r und der Höhe 2 r) kon­stru­iert wur­den. Auf das Zwei­di­men­sio­na­le bezo­gen, ent­spricht das nicht dem Gol­de­nen Schnitt, son­dern Qua­drat, Kreis und Drei­eck, also den Grund­for­men unse­res latei­ni­schen Alpha­bets. Im Bei­spiel (links) wird das anhand der »Tra­jan Pro« von Ado­be und dem Fibo­nac­ci-Git­ter deut­li­ch.

In der typo­gra­phi­schen Lite­ra­tur kur­siert immer noch der Mythos, dass das berühm­tes­te und schöns­te Bei­spiel der Capi­ta­lis Monu­men­ta­lis, das Tra­ja­ni­sche Alpha­bet (113 n.Chr.), nach dem Gol­de­nen Schnitt kon­stru­iert wur­de. Schrift­sach­ver­stän­di­ge gehen aber davon aus, dass sowohl der Sockel der Tra­j­an­säu­le, die Säu­le selbst als auch die Majus­keln nach dem Rei­hen­fol­gen­prin­zip des Archi­me­des »Kegel, Kugel, Zylin­der« im Ver­hält­nis 1:2:3 (Zylin­der vom Radi­us r und der Höhe 2 r, einer Kugel vom Radi­us r und eines gera­den Kegels vom Radi­us r und der Höhe 2 r) kon­stru­iert wur­den. Auf das Zwei­di­men­sio­na­le bezo­gen, ent­spricht das nicht dem Gol­de­nen Schnitt, son­dern Qua­drat, Kreis und Drei­eck, also den Grund­for­men unse­res latei­ni­schen Alpha­bets. Im Bei­spiel (links) wird das anhand der »Tra­jan Pro« von Ado­be und dem Fibo­nac­ci-Git­ter deut­li­ch. Info­gra­fik: www​.typo​l​e​xi​kon​.de