Headline

Terminus für Schlagzeile; Überschrift. Im Akzidenzsatz einer Offizin auch als Ruftext oder Kopflinie bezeichnet. Der Begriff entwickelte sich vermutlich in den 1940er Jahren aus dem Sprachschatz US-amerikanischer Type Directors.

Etymologisch von englisch »headline« für »Überschrift, Schlagzeile«. In Deutschland wurde dieser Begriff als Anglizismus erstmals in den 1950er Jahren von Werbeagenturen für Überschriften in Anzeigen und Prospekten verwendet und – so wie andere Anglizismen auch, beispielsweise der Begriff »Copy« – in die gängige Werbesprache integriert. 

Die deutschsprachige Typographie, die weit bis in die Nachkriegszeit hinein mit dem Verlagswesen symbiotisch verbunden war, übernahm diese Begrifflichkeit dann sukzessive in ihren gewerbespezifisches Sprachschatz.

Heute wird dieser Begriff überwiegend in Verlagen, PR- und Werbeagenturen sowie in Werbeabteilungen von Unternehmen für Überschriften von Presse-, Verlags-, PR- und Werbetexten benutzt. 

In der Webtypographie können Headlines (h1–h6) im HTML-Code semantisch zugeordnet und typographisch ausgezeichnet werden, was sich auch auf die »SEO Search Engine Optimization« (Suchmaschinenoptimierung) einer Website auswirken kann.

Für Headlines, die in sehr großen Schriftgraden (Display-Größen) ab 18,05 Millimeter (ab 48 Didot-Punkte, bzw 4 Cicero bzw. 1 Konkordanz) gesetzt werden, existieren spezielle Displayschriftschnitte.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Share / Beitrag teilen: