Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Kalliope

Muse der »Schreibenden Künste«. Die »Schönstimmige« ist in der antiken Mythologie eine der neun Töchter des Zeus und der Mnemosyne (»Erinnerung«). Sie wird erstmals im 8. Jahrhundert v.Chr. vom griechischen Dichter Hesiod in seiner »Theogonie« als Muse der epischen Dichtung, der Rhetorik und der
Schriftkunst genannt.

Nach Homer (Odyssee, XXIV 60) ist Kalliope die Mutter des Sängers Orpheus. Auch Platon weist der rede- und schreibkundigen Kalliope in seinen Dialogen eine Vorrangstellung unter den Musen zu. In der bildenden Kunst wird Kalliope stets mit Griffel und Schreibtafel als ihren charakteristischen Attributen dargestellt.

Die »Kalliope« wurde bis zum Ende des materiellen Schriftsatzes gerne als
Alina und insbesondere als Schlußstück vertrieben. Insbesondere in den Epochen des Jugendstils fand sie in Büchern und Akzidenzdrucksachen vielfach und in den unterschiedlichsten Designs Verwendung.

[L] Karl Kerényi: Die Mythologie der Griechen, München 1966.
[L] Theogonie Hesiod: Hrsg. v. Karl Albert, Sankt Augustin 1993.
[L] Raoul Schrott: Die Musen. Fragmente einer Sprache der Dichtung, belleville Verlag Michael Farin, München 1997.


Aufsatz zuletzt bearbeitet am 18.08.2006
von
Wolfgang Beinert

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