Layout

Wer­be­sprach­li­cher Ter­mi­nus für den gra­fi­schen Ent­wurf eines visu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­ums; Visua­li­sie­rung eines Gedan­kens im Sin­ne eines gra­fi­schen Ent­wurfs; skiz­zen­haf­te Dar­stel­lung einer Idee; gra­fi­sche Anord­nung ein­zel­ner Text- und Bild­ele­men­te. Der Begriff »Lay­out« wird in unter­schied­li­chen Zusam­men­hän­gen ver­wen­det. 

Ety­mo­lo­gi­sch von eng­li­sch »lay­out« für »Ent­wurf, Plan, Anord­nung, Anla­ge« bzw. im US-Ver­lags­we­sen für »Auf­ma­chung einer Zei­tung«. In Deutsch­land wur­de die­ser Begriff erst­mals in den 1950er Jah­ren von Wer­be­agen­tu­ren für den »Auf­riss eines Wer­be­mit­tels«, also eine ers­te Visua­li­sie­rung einer Idee für eine Anzei­ge bzw. für einen ers­ten wer­be­gra­fi­schen Ent­wurf ver­wen­det und in die gän­gi­ge gewer­be­spe­zi­fi­sche Fach­spra­che über­nom­men. Die­ser Angli­zis­mus ersetz­te weit­ge­hend den in der deutsch­spra­chi­gen Typo­gra­phie übli­chen Begriff »Fak­si­mi­le«.

Im gra­fi­schen Sin­ne wer­den drei Vari­an­ten von Lay­outs unter­schie­den:

  • Grob- oder Roh­l­ay­out
    Roh­fas­sung eines gra­fi­schen Ent­wurfs, um die­sen sich selbst und ande­ren ver­ständ­li­ch vor Augen zu füh­ren. Ein Grob- bzw. Roh­l­ay­out besteht in der Regel aus gro­ben hän­di­schen »Scribbles« (eng­li­sch »scribble« für »krit­zeln« ) bzw. com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Fak­si­mi­les. 1 ) 2 ) In den USA als »Rough Lay­out« bezeich­net.
  • Zwi­schen­lay­out
    Ein­zel­ne Bild- und Tex­t­e­le­men­te eines Roh­l­ay­outs wer­den kon­kre­ti­siert und aus­ge­ar­bei­tet. Die Makro­ty­po­gra­phie erfolgt im Rah­men eines Zwi­schen­lay­outs.

  • Fein­lay­out
    Alle Text- und Bild­ele­men­te eines Zwi­schen­lay­outs wer­den »gefi­nisht«, um die­se dann in pro­duk­ti­ons­fä­hi­ge Vor­la­gen bzw. publi­ka­ti­ons­fä­hi­ge Tem­pla­tes umset­zen zu kön­nen. Die Mikro­ty­po­gra­phie erfolgt im Rah­men eines Fein­lay­outs.

In deutsch­spra­chi­gen Ver­la­gen, Dru­cke­rei­en mit Schrift­satz, Schrift­set­ze­rei­en, Cor­po­ra­te Publis­hing Unter­neh­men, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Wer­be­agen­tu­ren sowie bei Soft­ware­an­bie­tern wer­den auf Lay­outs spe­zia­li­sier­te Schriftsetzer/innen, Mediengestalter/innen, Gra­fik- oder Kommunikationsdesigner/innen als »Layouter/in« bezeich­net.

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Tipp: Grund­sätz­li­ch sind Scribbles dem sog­ge­nann­ten »Blind­ma­te­ri­al« (z.B. Stock­fo­tos, Kopi­en aus Maga­zi­nen etc.) vor­zu­zie­hen, da nur sie eine eigen­stän­di­ge Idee skiz­zie­ren und visu­ell trans­por­tie­ren kön­nen, auch wenn Scribbles für Lai­en oft unkon­kret und in der Prä­sen­ta­ti­ons­pha­se nicht so »sau­ber« wir­ken mögen. Das Pro­blem bei Blind­ma­te­ri­al ist, dass kei­ne neu­en Ide­en ent­ste­hen und im End­ef­fekt alles gleich aus­sieht.
2.Tipp: »Blind­tex­te« sind aus­schließ­li­ch nur für Roh­l­ay­outs geeig­net. In Zwi­schen­lay­outs wird makro­ty­po­gra­phi­sch und in Fein­lay­outs mikro­ty­po­gra­phi­sch gear­bei­tet.