Layouter/in

Gewer­be­spe­zi­fi­sche Berufs­be­zeich­nung von Schriftsetzer/innen, Mediengestalter/innen, Gra­fik- oder Kommunikationsdesigner/innen, die sich auf das Erstel­len und/oder das Imple­men­tie­ren von Lay­outs spe­zia­li­siert haben; Berufs­bild im gra­fi­schen Gewer­be. 1 )

Die Berufs­be­zeich­nung »Layouter/in« ent­wi­ckel­te sich in Deutsch­land ab den 1950er Jah­ren aus dem Angli­zis­mus »Lay­out«, ein Ter­mi­nus aus der Wer­be­spra­che für den »gra­fi­schen Ent­wurf eines visu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­ums«, wel­cher sich ety­mo­lo­gi­sch von eng­li­sch »lay­out« für »Ent­wurf, Plan, Anord­nung, Anla­ge« bzw. im US-Ver­lags­we­sen für »Auf­ma­chung einer Zei­tung« ablei­tet. 

Layouter/innen fin­den pri­mär in Ver­la­gen, Dru­cke­rei­en mit Schrift­satz, Schrift­set­ze­rei­en, Cor­po­ra­te Publis­hing Unter­neh­men, Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Wer­be­agen­tu­ren sowie bei Soft­ware­an­bie­tern Beschäf­ti­gung. 

Zu den Kern­kom­pe­ten­zen eines/r Layouter/in gehö­ren aus­ge­präg­te Kennt­nis­se im Desk­top Publis­hing (DTP), also in Typo­gra­phie, Bild­be­ar­bei­tung und Rein­zeich­nung. 2 ) 

Layouter/innen arbei­ten in der Regel im ope­ra­ti­ven Pro­duk­ti­ons­be­reich eines Medi­en­un­ter­neh­mens. Zu ihren Auf­ga­ben kön­nen bei­spiels­wei­se die Gestal­tung ein­zel­ner Sei­ten eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­ums (z.B. Buch, Zei­tung, Mit­ar­bei­ter­ma­ga­zin, Web­site, App), das Arran­ge­ment und die Imple­men­tie­rung eines vor­han­de­nen Lay­outs mit aktu­el­lem Text- und Bild­ma­te­ri­al, die Bild­aus­wahl, das Scan­nen von Durch­sichts- und Auf­sichts­vor­la­gen, die digi­ta­le Bear­bei­tung von Foto­ma­te­ri­al oder die Erstel­lung von Druck-PDFs® 3 ) gehö­ren.

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Anmer­kung: Ein/e staat­li­ch geprüfte/r Layouter/in ist in Deutsch­land eine lan­des­recht­li­ch gere­gel­te beruf­li­che Wei­ter­bil­dung an Fach­schu­len, die in Teil­zeit zwei Jah­re dau­ert und die den Abschluss einer ein­schlä­gi­gen Berufs­aus­bil­dung oder ent­spre­chen­de Berufs­pra­xis vor­aus­setzt. Quel­le: Bun­des­agen­tur für Arbeit, Nürn­berg, Stand 2015.
2.Anmer­kung: Eine Rein­zeich­nung ist die Umset­zung eines Ent­wurfs in eine repro­duk­ti­ons­fä­hi­ge Vor­la­ge bzw. ein publi­ka­ti­ons­fä­hi­ges Tem­pla­te.
3.Anmer­kung: Ein PDF® (Por­ta­ble Docu­ment For­mat) ist ein von Ado­be Sys­tems® ent­wi­ckel­tes Datei­for­mat für elek­tro­ni­sche Doku­men­te, wel­ches unab­hän­gig vom ursprüng­li­chen Anwen­dungs­pro­gramm, vom Betriebs­sys­tem oder von der Hard­ware­platt­form ori­gi­nal­ge­treu wei­ter­ge­ben wer­den kann.