Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Majuskelziffern

Versalziffern, Normalziffern


Typographischer Terminus für indo-arabischen Ziffern ohne variierende Oberlängen und Unterlängen im Zweiliniensystem (Schriftlinien) von der Grundlinie (Schriftlinie) zur H-Linie. Etymologisch aus »Majuskel« vom mittellateinischen »maiuscula (litera)« zu lateinisch »maiusculus« für »etwas größer« zu lateinisch »maior, maius« für »größer« und »Ziffer« für arabisch »as-sifr«, mittellateinisch »cifra« oder »cephirum«, spätmittelhochdeutsch »zif(f)er«.
Auch als Versalziffern (Versalien) oder Normalziffern bezeichnet.

Majuskelziffern wurden Anfang des 19. Jahrhunderts im Zuge der Prosperität von
Akzidenzdrucksachen aus den Mediävalziffern entwickelt. Majuskelziffern gibt es als Proportionalziffern und Tabellenziffern sowie in Form von proportionalen und nichtproportionalen Bruchziffern.

[T] Majuskelziffern befinden sich heute überwiegend im normalen Schriftstil eines Fonts, wobei diese in der Regel dicktenindividuelle Ziffernbreiten haben.
[T] Majuskelziffern werden primär im Tabellenschriftsatz, idealer Weise in Form von Tabellenziffern verwendet. Im geschlossen Schriftsatz sind Mediävalziffern ästhetischer und besser lesbarer.
[L] Karl Menninger: Zahlwort und Ziffer. Eine Kulturgeschichte der Zahl. Verlag Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1979.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 03.01.2014
von
Wolfgang Beinert

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