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Marginalie
Marginale
Typographischer Terminus für eine Randbemerkung außerhalb des Register-Umbruchsystems eines Satzspiegels, welche in einer Konsultationsgröße in einer Marginalsatzspalte gesetzt wird. Etymologisch entlehnt von » marginal « für » am Rand liegend « aus » marginalis « zu lt. » margo « für » Rand «.
Marginalien können beispielsweise als stichwortartige Hinweise und Begriffserläuterungen in Sach-, Fach- und Geschichtsbüchern sowie in Nachschlagwerken und Geschäftsberichten verwendet werden.
[T] Marginalien beginnen immer auf der Schriftlinie der Zeile, auf welche sie Bezug nehmen (Registerhaltigkeit).
[T] Werden Marginalien verwendet, so müssen die Außenstege eines Buches etwas breiter angelegt werden.
[T] Marginalien sind in der klassischen Buchtypographie zum Text hin angeordnet und korrespondieren mit dem Registerumbruch, meist in halben ZAB-Schritten. Auf der linken Buchseite stehen sie in der Regel rechtsbündig, auf der rechten Seite linksbündig.
[T] Bei rechtsbündigen Marginalien ist auf eine optisch gleichmäßige Satzkante zu achten (siehe auch Randausgleich und Flattersatz).
[T] Marginalien werden in der Regel in einer Satzbreite von zwei bis sechs Worten gesetzt.
[T] Die Wahl der Schrift und des Schriftstils für die Marginalien gehört in das Segment der Makrotypographie und muss bereits bei der Konzeption einer semantischen und typographischen Schriftauszeichnungsmatrix (Schriftmischung) berücksichtigt werden.
[T] In einem Gestaltungsraster werden die Mariginalsatzspalten dem Kolumnenraster zugeordnet.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 02.05.2010
von Wolfgang Beinert
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