Mittellänge

Minuskelmittellänge. Typographischer Terminus für den mittleren Teil einer Minuskel (Kleinbuchstabe) oder einer Mediävalziffer einer Druckschrift bzw. eines Screen Fonts, welcher sich von der Schriftlinie (Grundlinie) zur x-Linie erstreckt.

Die Evaluierung der Mittellänge einer Minuskel gehört in das Segment der Schriftgestaltung (Type Design) und der Mikrotypographie.

In der Schriftgattung Antiqua weisen die Minuskeln a, c, e, m, n, o, r, s, u, v, w, x und z ausschließlich nur Mittellängen auf. Den Oberbau einer Minuskel bezeichnet man in der Typometrie als Oberlänge, den Unterbau einer Minuskel als Unterlänge. 1 )

Dreizehn Minuskeln (a, c, e, m, n, o, r, s, u, v, w, x und z) unseres Alphabets verfügen nur über Mittellängen, die durch die Schriftlinie (Grundlinie) und die x-Linie begrenzt werden.
Dreizehn Minuskeln (a, c, e, m, n, o, r, s, u, v, w, x und z) unseres Alphabets verfügen nur über Mittellängen, die durch die Schriftlinie (Grundlinie) und die x-Linie begrenzt werden.
Mediävalziffern sind indo-arabischen Ziffern mit variierenden Oberlängen und Unterlängen im Vierliniensystem. Deshalb werden sie u.a. auch als Minuskelziffern bezeichnet. Ein Ziffernsatz verfügt über zwei Ziffern (6 und 8) mit Mittel- und Oberlängen, drei Ziffern (1, 2 und 0) nur mit Mittellängen und fünf Ziffern (3, 4, 5, 7 und 9) mit Mittel- und Unterlängen.
Mediävalziffern sind indo-arabischen Ziffern mit variierenden Oberlängen und Unterlängen im Vierliniensystem. Deshalb werden sie u.a. auch als Minuskelziffern bezeichnet. Ein Ziffernsatz verfügt über zwei Ziffern (6 und 8) mit Mittel- und Oberlängen, drei Ziffern (1, 2 und 0) nur mit Mittellängen und fünf Ziffern (3, 4, 5, 7 und 9) mit Mittel- und Unterlängen.

Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen von Minuskeln nach dem karolingischen Alphabet werden durch Hauptschriftlinien definiert. Dreizehn Kleinbuchstaben (a, c, e, m, n, o, r, s, u, v, w, x und z) besitzen nur Mittellängen, sechs (b, d, f, h, k und l) Mittellängen und Oberlängen und fünf (g, j, p, q und y) Mittellängen und Unterlängen.

Die Größe der Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen variiert von Schrift zu Schrift. Es gibt beispielsweise Schriften mit großen Mittellängen, mit fast gleich großen Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen, kleinen Mittellängen sowie großen und kleinen Unterlängen, was u.a. auch ein Grund dafür ist, dass Schriftgrade relativ sind.

Die Proportion von Oberlängen, Mittellängen und Unterlängen ist u.a. ausschlaggebend, inwieweit eine Schrift mehr oder weniger gut lesbar ist.

Trotz eines fehlerhaften Textes können die Wortbilder bereits an ihren oberen Mittellängen und Oberlängen als bekannte Wortbildmuster mittels kognitiver Kompensationsprozesse erkannt und sinngemäß interpretiert werden. Daraus ergibt sich u.a. die Schlussfolgerung, dass wir an der oberen Kante einer Schriftzeile lesen und die Formgebung der oberen Mittellängen und der Oberlängen wichtiger ist, als die der Unterlängen eines Buchstabens. Trotz eines fehlerhaften Textes können die Wortbilder bereits an ihren oberen Mittellängen und Oberlängen als bekannte Wortbildmuster mittels kognitiver Kompensationsprozesse erkannt und sinngemäß interpretiert werden. Daraus ergibt sich u.a. die Schlussfolgerung, dass wir an der oberen Kante einer Schriftzeile lesen und die Formgebung der oberen Mittellängen und der Oberlängen wichtiger ist, als die der Unterlängen eines Buchstabens.
Trotz eines fehlerhaften Textes können die Wortbilder bereits an ihren oberen Mittellängen und Oberlängen als bekannte Wortbildmuster mittels kognitiver Kompensationsprozesse erkannt und sinngemäß interpretiert werden. Daraus ergibt sich u.a. die Schlussfolgerung, dass wir an der oberen Kante einer Schriftzeile lesen und die Formgebung der oberen Mittellängen und der Oberlängen wichtiger ist, als die der Unterlängen eines Buchstabens. Trotz eines fehlerhaften Textes können die Wortbilder bereits an ihren oberen Mittellängen und Oberlängen als bekannte Wortbildmuster mittels kognitiver Kompensationsprozesse erkannt und sinngemäß interpretiert werden. Daraus ergibt sich u.a. die Schlussfolgerung, dass wir an der oberen Kante einer Schriftzeile lesen und die Formgebung der oberen Mittellängen und der Oberlängen wichtiger ist, als die der Unterlängen eines Buchstabens.

Bei der Schriftgattung der Gebrochenen Schriften, z.B. bei der Fraktur, weichen die Oberlängen, Mittellängen (z.B. beim w ) und die Unterlängen (z.B. beim h) von denen der Schriftgattung der Antiqua-Schriften ab. 2 )

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Literaturempfehlung: Cheng, Karen: Designing Type, Anatomie der Buchstaben, Verlag Hermann Schmidt Mainz, ISBN 3-87439-689-4.
2.Literaturempfehlung: Kapr, Albert: Fraktur. Form und Geschichte der gebrochenen Schriften, Verlag Hermann Schmidt, Mainz, 1993. ISBN 3-87439-260-0.