Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Oberlänge

Typographischer Terminus für den oberen Teil eines Buchstabens, welcher sich von der x-Linie (Minuskelhöhe) zur H-Linie (Versalhöhe) und bei den
Minuskeln einer Renaissance-Antiqua zur k-Linie erstreckt (Schriftlinien). In der Schriftgattung Antiqua weisen beispielsweise die Minuskeln b, d, f, h, k und l vollständige – sowie t und i nicht ganz vollständige – Oberlängen auf. Den Mittelbau eines Buchstabens bezeichnet man in der Typometrie als Mittellänge, den Unterbau als Unterlänge.

[T] Die Gestaltung der Oberlängen einer Schrift sowie deren Proportionen sind maßgeblich für den Fixationsprozess; sie sind ausschlaggebend für die Lesbarkeit einer Schrift.


Aufsatz zuletzt bearbeitet am 05.07.2007
von
Wolfgang Beinert

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Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
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