Offizin

Terminus für eine Buchdruckerei. Etymologisch entlehnt aus dem neulateinischen »officina« für »Werkstätte« aus dem altlateinischen »opificina« zu »opifex« für »Handwerker«. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet.

Der Begriff »Officina« wurde bereits in der Renaissance von den Protoypographen verwendet und war in Westdeutschland ungefähr bis in die 1950 Jahre, in der DDR bis zur deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1989 gebräuchlich. Heute wird der Begriff »Offizin« nur noch von sehr wenigen Druckereien in Deutschland als gewerbespezifischer Namenzusatz verwendet, weil er im allgemeinen Sprachgebrauch mehrheitlich nicht mehr verstanden wird. 1 )

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Literaturempfehlung: Hans-Jürgen, Wolf: Geschichte der graphischen Verfahren, Historia Verlag, Dornstadt, ISBN 3-980-0257-4-8.