Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Plakat
Bildplakat


Großformatiger Aushang im öffentlichen Raum; Bekanntmachung – meist werblicher Natur – an Wänden und Litfaßsäulen. Etymologisch von niederländisch »plakkaat« aus dem frz. »placard« zu »placa bzw. plaque« für »Platte, Täfelchen« aus »plaquer« für »mörteln, furnieren« aus »placken« für »ankleben, flicken«.

Das uns in der westlichen Welt bekannte Bildplakat entwickelte sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts aus den behördlichen »Textanschlägen«. Als eines der ersten Bildplakate von künstlerischem Rang gilt Fred Walkers »Woman in White« aus dem Jahre 1871. Das Bildplakat wurde im Zuge der Industrialisierung entwickelt, um den Absatz von Produkten zu fördern. Aus diesem neuen Werbemittel entwickelte sich im Zuge der Arbeiter- und Demokratiebewegungen mit Beginn des 20. Jahrhundert das »Politische Plakat«. Gleichzeitig entwickelte sich das »Künstlerplakat«. Heute existieren unterschiedliche Genres und Stile.

Als Trägermaterialien dienen bis heute in der Regel Papiere oder Kunststoffe, welche in unterschiedlichen Druckverfahren (z.B. Offset-, Sieb- oder Tintenstrahldruck etc.) und in unterschiedlichen Plakatformaten bedruckt werden. Im materiellen Schriftsatz wurden dafür spezielle Plakatschriften verwendet, die oberhalb der Schaugrößen, also ab dem Mittel 4 Cicero bzw. Konkordanz (ab 48 Didot-Punkt) als Plakatgrößen bzw. ab dem optomechanischen Schriftsatz (Fotosatz) als Display-Schriften oder Ferngrößen bezeichnet wurden.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 15.01.2013
von
Wolfgang Beinert

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