Parenthese

1. Typographischer Terminus für ein rundes, eckiges oder geschweiftes (Akkolade) Klammerzeichen, welches im linguistischen Schriftsatz zu den Satzzeichen, im naturwissenschaftlichen Schriftsatz (Mathematik, Physik, Chemie etc.) und der Notation (Musik) zu den variablen Formelzeichen gezählt wird. Plural Parenthesen.

In der Typographie gehören Parenthesen zu den Sonderzeichen. Etymologisch aus dem lateinischen »parenthesis« für »Zusatz« von altgriechisch »parénthesis« für »Einschub«. Die Wahl der Parenthesen gehört in das Segment der Mikrotypographie.

Runde, eckige und geschweifte (Akkolade) Parenthesen. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance Antiqua »Minion« von Robert Slimbach. Infografik: www.typolexikon.de
Runde, eckige und geschweifte (Akkolade) Parenthesen. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance Antiqua »Minion Pro« von Robert Slimbach.

2. Linguistische Bezeichnung für einen eingeschobenen Parenthesestrich (siehe Gedankenstrich oder Halbgeviertstrich) oder eine in Klammern gesetzte »Einschaltung«.

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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