Typolexikon.de. Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie. Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin. Online seit 2002. Nec scire fas est omnia.
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Ries [ Rieß ]

Papierbündel; Papierballen; Papierpaket. Mengeneinheit für sortengleiche Formatpapiere (Bogenformate). Etymologisch leitet sich der Begriff aus dem arabischen »rizma« für »Bündel« bzw. »Paket« ab, wo er bereits seit dem 7. Jahrhundert für das »bündeln« von 500 gleich großen Papierbögen gebräuchlich ist. Wie viele Papierbögen (Papierblätter) in einem Ries enthalten sind, ist vom Bogengewicht der Papiersorte bzw. des Kartons abhängig. Ein Ries wiegt in der Regel nicht mehr als 25 Kilogramm. Ein Ries wird in einem »Ries-Einschlagpapier« verpackt.

Nach der DIN 6730 sind beispielsweise 500 Bogen DIN A4 Papier (siehe DIN A Papierformate) mit 80 g/m Flächengewicht 1 Ries.

In Deutschland korrespondierende Zählmaße:
1 Bogen = 1 Blatt
8 Blatt im gebundenen Buch = 16 Seiten
1 Buch = 24 Bogen Schreibpapier oder 25 Bogen Druckpapier (A4 Papier mit 80 g/m? DIN 6730)
1 Ries = 20 Buch
1 Ballen = 10 Ries

[T] Die Bezeichnung »eingeriestes Papier« bedeutet »verpacktes Papier«. »Ungeriestes Papier« bedeutet unverpacktes, auf Paletten geliefertes Papier.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 03.02.2009
von
Wolfgang Beinert

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