Ratdolt, Erhard

Deut­scher Pro­to­ty­po­gra­ph und Ver­le­ger. 1447 in Augs­burg gebo­ren und um 1527/1528 in Augs­burg gestor­ben. Erhard Rat­dolt druck­te in Deutsch­land die ers­te Vene­zia­ni­sche Renais­sance Anti­qua. Zu Rat­dolts Leb­zei­t­en wur­de sein Vor­na­me »Erhard« mit »t«, also Erhart Rat­dolt, geschrie­ben.

Über Erhard Rat­dolts Jugend und Aus­bil­dung ist über­lie­fert, dass er als Fünf­zehn­jäh­ri­ger nach dem Tod sei­nes Vaters, einem Schrei­ner, 1462 mög­li­cher­wei­se im Gefol­ge jener Guten­berg–Jün­ger, die wegen der Feh­de unter den bei­den Main­zer Kir­chen­fürs­ten nach Ita­li­en aus­wan­der­ten, »zu dem ers­ten wels­sen land« und 1474 »das lest mal gen Vene­dig« zog.

Die Jah­re zwi­schen die­sen wie­der­hol­ten Aus­lands­auf­ent­hal­ten ver­leb­te er mit sei­nem älte­ren Bru­der Hans im elter­li­chen Wohn­haus im Augs­bur­ger St. Anto­ni­us-Vier­tel. Wel­che Bedeu­tung die deut­schen Pro­to­ty­po­gra­phen für die Ent­wick­lung des Buch­drucks in Vene­dig hat­ten, geht übri­gens aus den vene­zia­ni­schen Stadt­chro­ni­ken her­vor, die allein für die Deka­de von 1470 bis 1480 nicht weni­ger als fünf­zig Dru­cker, nahe­zu aus­nahms­los von deut­scher Her­kunft, ver­zeich­nen.

Mit Erhard Rat­dolt kam 1486 die Renais­sance-Anti­qua vene­zia­ni­scher Prä­gung nach Deutsch­land, deren Pro­to­ty­pe erst­mals von den deut­schen Pro­to­ty­po­gra­phen Con­rad Sweyn­he­ym und Arnold Pann­artz (erwähnt 1464, † um 1478) im Bene­dik­ti­ner­klos­ters von Subi­a­co in der Pro­vinz von Rom gedruckt wur­de. 1 )

1475 grün­de­te Erhard Rat­dolt in Vene­dig gemein­sam mit dem Augs­bur­ger Typo­gra­phen und Form­schnei­der Bern­hard Maler (Pic­tor Maler, † um 1477) und dem Buch­dru­cker Peter Lös­lein (erwähnt 1476, † nach 1487) aus Lan­gen­zenn bei Für­th in Mit­tel­fran­ken eine Offi­zin. Als ers­te Inku­na­bel aus die­ser Buch­dru­cke­rei erschien 1476 das »Calen­da­ri­um Regio­mon­ta­ni« des Königs­ber­ger Astro­no­men, Mathe­ma­ti­kers und Ver­le­gers Johann(es) Mül­ler (Regio­mon­ta­nus, 1436–1476). Das von neu­ar­ti­gen flo­ral-orna­men­ta­len Rand­leis­ten gezier­te Titel­blatt der Par­al­lel-Aus­ga­be auf Ita­lie­ni­sch nennt in rot­ge­druck­ten (Zitat: »I nomi di impres­s­o­rii, Son qui da bas­so di ros­si colo­ri«) Anti­qua-Let­tern »Erhar­dus rat­dolt de Augusta« als Dru­cker, dazu sei­ne bei­den Geschäfts­part­ner »Ber­nar­dus pic­tor«, eben­falls aus Augs­burg, und »Petrus los­lein de Lan­gen­cen«, der an ande­rer Stel­le auch als Rat­dolts »cor­rec­tor ac soci­us« bezeich­net wird.

Erhard Ratdolts »Calendarius« des Königsberger Astronomen, Mathematikers und Verlegers Johann(es) Müller (Regiomontanus, 1436–1476) in deutscher Sprache, Venedig 1478. Titelblatt mit Rankenwerk und Druckernamen. Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei.
Erhard Rat­dolts »Calen­da­ri­us« des Königs­ber­ger Astro­no­men, Mathe­ma­ti­kers und Ver­le­gers Johann(es) Mül­ler (Regio­mon­ta­nus, 1436–1476) in deut­scher Spra­che, Vene­dig 1478. Titel­blatt mit Ran­ken­werk und Dru­cker­na­men. Quel­le: Wiki­me­dia Com­mons, gemein­frei.

Rat­dolts vene­zia­ni­sche Anti­qua-Typen zeich­nen sich durch einen ele­gan­ten und kla­ren Duk­tus aus, der offen­sicht­li­ch vom Vor­bild des Fran­zö­si­scher Typo­gra­phen und Gra­veurs Nico­las Jen­son (um 1420–1480) inspi­riert ist. Dass sich jedoch Wen­de­lin de Spi­ras (Wen­de­lin von Spey­er, erwähnt 1473, † um 1477) eigen­wil­li­ges e mit Cedil­le (eigent­li­ch also das fran­zö­si­sche c-Häk­chen ¸) in Rat­dolts Typen­re­per­toire wie­der­fin­det, lässt auf enge Ver­bin­dun­gen zwi­schen die­sen bei­den deutsch­stäm­mi­gen Dru­ckern schlie­ßen.

Seit dem Aus­schei­den sei­ner bei­den Teil­ha­ber anno 1480 führ­te Rat­dolt die vene­zia­ni­sche Offi­zin allein. In der Aus­stat­tung sei­ner Dru­cke mit kunst­volls­ten Holz­schnitt-Initia­len und Rand­leis­ten erreich­te er eine Per­fek­ti­on, die eine Aus­schmü­ckung von Hand des Minia­tors end­gül­tig über­flüs­sig mach­te. Ein beson­de­res Cha­rak­te­ris­ti­kum sind sei­ne Initia­len und Bor­dü­ren in soge­nann­ter »Sgraf­fi­to-Manier«, also wei­ße Orna­men­tik auf schwar­zem Grund, ursprüng­li­ch eine Deko­ra­ti­ons­tech­nik zur Bear­bei­tung von Wand­flä­chen.

Rat­dolts typo­gra­phi­sche Vor­lie­be galt neben lit­ur­gi­schen Pracht­in­ku­na­beln vor allem der exem­pla­ri­schen Edi­ti­on astro­no­mi­scher und mathe­ma­ti­scher Wer­ke mit kom­pli­zier­ten Skiz­zen und geo­me­tri­schen Dia­gram­men.

Als das wohl beein­dru­ckends­te Meis­ter­stück sei­ner vene­zia­ni­schen Peri­ode gilt die am 25. Mai 1482 publi­zier­te Erst­aus­ga­be der »Ele­men­ta geo­metri­ca: Pre­cla­ris­si­mus liber ele­men­to­rum Eucli­dis per­spi­ca­cis­si­mi: in artem geo­me­trie inci­pit …« des Euclid (um 326 bis 265 v.Chr.). 

Als das wohl beeindruckendste Meisterstück in Erhard Ratdolts venezianischen Periode gilt die am 25. Mai 1482 publizierte Erstausgabe der »Elementa geometrica: Preclarissimus liber elementorum Euclidis perspicacissimi: in artem geometrie incipit ...« des Euclid (um 326 bis 265 v.Chr.) Quelle: Folger Shakespeare Library, 201 East Capitol Street, SE, Washington, DC 20003, USA. Online verfügbar unter http://luna.folger.edu/luna/servlet/detail/FOLGERCM1~6~6~814031~152762:-Elements--Latin--Preclarissimus-li# [29.7.2016].
Als das wohl beein­dru­ckends­te Meis­ter­stück in Erhard Rat­dolts vene­zia­ni­schen Peri­ode gilt die am 25. Mai 1482 publi­zier­te Erst­aus­ga­be der »Ele­men­ta geo­metri­ca: Pre­cla­ris­si­mus liber ele­men­to­rum Eucli­dis per­spi­ca­cis­si­mi: in artem geo­me­trie inci­pit …« des Euclid (um 326 bis 265 v.Chr.) Quel­le: Fol­ger Shake­speare Libra­ry, 201 East Capi­tol Street, SE, Washing­ton, DC 20003, USA. Online ver­füg­bar unter http://luna.folger.edu/luna/servlet/detail/FOLGERCM1~6~6~814031~152762:-Elements–Latin–Preclarissimus-li# [29.7.2016].

Auf­trag­ge­ber war der Doge Gio­van­ni Moce­ni­go (1409–1485), für den Rat­dolt die­se kost­ba­re Inku­na­bel mit aller Kunst­fer­tig­keit aus­stat­te­te: auf den 137 Foli­os fin­den sich nicht weni­ger als 420 im Holz­schnitt­ver­fah­ren, kom­bi­niert mit feins­ten Blei­li­ni­en, gedruck­te Dia­gram­me von äußers­ter Exakt­heit, dazu vie­le präch­ti­ge Orna­ment­leis­ten; eine ech­te Inno­va­ti­on sind die in Gold gedruck­ten goti­schen Rotun­da-Let­tern der Hul­di­gungs­sen­ten­zen und Wid­mung an Rat­dolts ita­lie­ni­schen Mäzen. Ein Exem­plar die­ser wert­vol­len und berühm­ten Euclid-Inku­na­bel befin­det sich heu­te in der Augs­bur­ger Staats- und Stadt­bi­blio­thek Augs­burg, 2 ) ein wei­te­res Exem­plar im Bri­tish Muse­um in Lon­don. 3 ) Typo­his­to­ri­sch höchst bemer­kens­wert ist auch das mit Vene­dig, 13. Sep­tem­ber 1483 datier­te »Chro­ni­con« des Euse­bi­us Pam­phi­li. 4 )

Erhard Rat­dolt druck­te eine von Johan­nes Luci­li­us San­trit­ter (Typo­gra­ph, erwähnt 1488) lek­t­o­rier­te zwei­te Edi­ti­on die­ser Chro­nik, die Mat­thi­as Pal­me­ri­us Pisa­nus (Huma­nist, Chro­nist, His­to­ri­ker, Über­set­zer, um 1423 –1483) jedoch gegen­über der Mai­län­der Erst­aus­ga­be bis zum Jahr 1481 aktua­li­siert hat­te. Nota bene, es ist dies die ers­te Inku­na­bel über­haupt, in der Johan­nes Guten­berg (um 1400–1468) expres­sis ver­bis als Erfin­der des Buch­drucks genannt wird (dane­ben ist als Datie­rung 1440 ver­merkt!). Der ent­spre­chen­de Ein­trag fin­det sich auf der Rück­sei­te von Folio 3, unter der Jah­res­zahl 1457.

Ein typo­gra­phi­sches Kurio­sum ist der »Libel­lus Ysago­gi­cus Abdi­la­zi« von 1485, der höchst­wahr­schein­li­ch letz­te Druck aus der vene­zia­ni­schen Offi­zin des Erhard Rat­dolt: der Haupt­text die­ses von Johan­nes His­pa­len­sis (Johan­nes von Sevil­la, spa­ni­scher Über­set­zer  für Ara­bi­sch im 12. Jahr­hun­dert) nach dem ara­bi­schen Ori­gi­nal des »Abu-›s-Saqr Abd al-Aziz ibn Uth­man al-Qabi­si«, lati­ni­siert Alch­ab­i­ti­us, über­lie­fer­ten Hand­buchs zur Ster­nen­kun­de ist in Anti­qua gesetzt, der latei­ni­sche Kom­men­tar des deutsch­stäm­mi­gen Astro­no­men Johan­nes de Saxo­nia (Mit­te 14. Jahr­hun­dert) hin­ge­gen in einer goti­schen Rotun­da.

1485 folg­te Erhard Rat­dolt dem Ruf der Augs­bur­ger Bischö­fe Johann von Wer­den­berg (um 1430–1486) bezie­hungs­wei­se Fried­rich von Zol­lern (1451–1505) und kehr­te in sei­ne Geburts­stadt Augs­burg zurück. Im Jahr dar­auf rich­te­te er dort eine Dru­cke­rei ein, fir­mier­te fort­an als »Buch­dru­cker und Buch­füh­rer« und war Mit­glied der Zunft der Salz­fer­ti­ger. Nach dem Tod sei­ner ers­ten Frau Anna Eisen­ho­fer († 1485) schloß er eine zwei­te Ehe mit Vero­ni­ka Epis­ho­fer, der ein Sohn namens Georg (1486–1541/42) ent­spross.

Aus dem Jahr 1486 stammt auch der legen­dä­re Ein­blatt­druck Rat­dolts, ein »Schrift­mus­ter­blatt«, das 14 Typen­ar­ten demons­triert: eine grie­chi­sche Schrift, drei Anti­qua- und zehn Rotun­da­ty­pen. Erst mit Rat­dolts Rück­kehr konn­te sich die goti­sche Rotun­da in der deut­schen Typo­gra­phie als ein prak­ti­ka­bles Pen­dant zur domi­nan­ten Tex­tu­ra eta­blie­ren, bevor sie um 1520 von der neu­en Frak­tur des Kal­li­gra­phen Leon­hard Wag­ner ali­as Wirst­lin (oder Würst­lin, 1453–1522) fast völ­lig ver­drängt wur­de, die Ihren pro­to­ty­po­gra­phi­schen Ursprung auch in Augs­burg hat­te. 

Rat­dolts ers­ter Augs­bur­ger Druck war das »Obse­quia­le Augusta­num«, des­sen schwar­ze, goti­sche Cho­ral­no­ten noch im Holz­schnitt­ver­fah­ren und auf vier roten Noten­li­ni­en im Block­druck her­ge­stellt wur­den. In kol­le­gia­lem Wett­streit mit sei­nem Zunft­ge­nos­sen Johann(es) Froschau­er 5 ) druck­te Rat­dolt in den Fol­ge­jah­ren vie­le kost­ba­re musi­ka­li­sche Inku­na­beln, ab 1491 auch in Anwen­dung des Typen­drucks für Noten; die bemer­kens­wer­tes­ten Zeug­nis­se sei­nes hohen Kön­nens bewahrt heu­te die Musik­samm­lung der Staats- und Stadt­bi­blio­thek Augs­burg: so etwa die »Vigi­liae ac vespe­rae mor­tuo­rum cum offi­ci­is secund­um cho­rum August­en­sem«, Augs­burg 1491; die »Ordo pro­ces­sio­nis ac mis­sae cele­bra­tio­nis ad divi­num auxi­li­um con­tra infi­de­les impetran­dum«, Augs­burg 1496; oder das pracht­vol­le »Mis­sa­le Augusta­num« von 1496. Ein 1497 gedruck­tes Mis­sa­le zeigt Rat­dolts Dru­cker-Signet in Rot mit schwar­zen Kon­tu­ren und farb­frei­en Bin­nen­flä­chen: Mer­kur hält in sei­ner Rech­ten zwei inein­an­der gewun­de­ne Schlan­gen, anstel­le des obli­ga­ten Fei­gen­blatts bedeckt ein sechs­za­cki­ger roter Stern, gehal­ten von der lin­ken Hand, die gött­li­che Blö­ße … »Erhar­di Rat­dolt foeli­cia con­spice signa | Testa­ta arti­ficem qua valet ipse manum«, so steht über dem Signet zu lesen. 

Die Augs­bur­ger Offi­zin, aus der mehr als 220 Wer­ke – über­wie­gend Lit­ur­gi­ca und Noten­dru­cke – her­vor­gin­gen, ent­wi­ckel­te sich zu einem flo­rie­ren­den Unter­neh­men; Rat­dolts Ver­mö­gens­ver­an­la­gung stieg von anfäng­li­ch 1.600 fl (Gul­den) auf stol­ze 5.400 fl anno 1510; den Steu­er­bü­chern für die Jah­re 1503 bis 1506 zufol­ge, war Rat­dolt zu die­ser Zeit im Bezirk »S. Kath­ri­nen gaß« (der heu­ti­gen Katha­ri­nen­gas­se zwi­schen Maxi­mi­li­an­stra­ße und Königs­platz in der Nähe des Fug­ger­hau­ses) ansäs­sig, ab 1507 dann in einem Haus »uf dem Fra­wen­gra­ben« (dem heu­ti­gen Fär­ber­gäß­chen).

So bedeu­ten­de zeit­ge­nös­si­sche Künst­ler wie Hans Burg­kmair der Älte­re (1473–1531) und Jörg Breu der Älte­re (um 1475/1480–1537) waren für Rat­dolt als Illus­tra­to­ren tätig. Sohn Georg, der 1513 eine gewis­se Wal­bur­ga Arzt hei­ra­te­te, war nach sei­nem Stu­di­um in Ingol­stadt ab 1510 in der väter­li­chen Offi­zin für den Ver­trieb zustän­dig, bevor er 1515 die Offi­zin samt allen Ver­lags­ge­schäf­ten über­nahm. Die eigent­li­che Buch­pro­duk­ti­on wur­de 1522 ganz ein­ge­stellt, der lukra­ti­ve Han­del mit katho­li­scher Lite­ra­tur wur­de hin­ge­gen auch wäh­rend der Refor­ma­ti­on wei­ter­ge­führt. 6 )

Erhard Rat­dolt, der »opi­f­ex maxi­mus« der Augs­bur­ger Typo­gra­phen­zunft, starb zwi­schen Ende 1527 und mit Sicher­heit doku­men­ta­ri­sch ver­bürgt vor dem 23. Janu­ar des Jah­res 1528 in Augs­burg. 7 ) 8 ) 9 ) 10 ) 11 ) 12 )

© Wolf­gang Bei­nert, www​.typo​l​e​xi​kon​.de

Share / Bei­trag tei­len:

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Quel­le: Fal­ken­stein, Karl: Geschich­te der Buch­dru­cker­kunst, Ver­lag und Druck Teubner, Leip­zig 1840. Online ver­füg­bar bei Goo­gle Books unter https://books.google.de/books?id=V-pdAAAAcAAJ&lpg=PA209&ots=Jfok5HoCi6&dq=Conrad%20Sweynheym&hl=de&pg=PR3#v=onepage&q=Conrad%20Sweynheym&f=false [29.Juli 2016].
2.Biblio­theks­emp­feh­lung: Staats- und Stadt­bi­blio­thek Augs­burg, Scha­ez­ler­stra­ße 25, 86152 Augs­burg, Regio­nal­bi­blio­thek für den Regie­rungs­be­zirk Schwa­ben der Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek, www​.sustb​-augs​burg​.de. Mit 3.676 Hand­schrif­ten, dar­un­ter 1.000 mit­tel­al­ter­li­chen, 2.797 Inku­na­beln und mehr als 120.000 Bän­den aus der Zeit vor 1800, zählt die Biblio­thek zu den gro­ßen deut­schen spät­mit­tel­al­ter­li­chen-früh­neu­zeit­li­chen Samm­lun­gen.
3.Biblio­theks- und Muse­um­s­emp­feh­lung: Bri­tish Libra­ry im Bri­tish Muse­um, Great Rus­sell Street, Lon­don WC1B 3DGwww​.bri​tishmu​se​um​.org bzw. www​.bl​.uk.
4.Anmer­kung: Eben­falls: Euse­bi­us Cae­sa­ri­en­sis; der Erst­druck der latei­ni­schen Über­set­zung die­ses grie­chi­sch-römi­schen Geschichts­wer­kes durch den Hei­li­gen Hier­ony­mus, ergänzt durch Pro­sper Aqui­ta­nus bis in die Mit­te des 5. Jahr­hun­derts und Matt­ha­eus Pal­me­ri­us Flo­ren­ti­nus bis 1449 stammt von Phil­ip­pus de Lava­g­nia, Mai­land ~1475.
5.Anmer­kung: Johann(es) For­schau­er war sehr wahr­schein­li­ch ein Ahn­ver­wand­ter des berühm­ten Buch­dru­ckers Chris­to­ph Froschau­er, 1490–1564, der für Huld­rych Zwing­li (1484–1531) die Züri­cher Bibel druck­te.
6.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Digi­ta­li­sier­te Inku­na­beln von Erhard Rat­dolt in der Digi­ta­le Biblio­thek der  Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek, u.a. ver­füg­bar unter http://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=verlage_index&l=de&kl=&zeitintervall=1013%20-%201945&vtr=41&btr=80&mtr=40&trs=40&ab=Erhard%20Ratdolt.
7.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Zapf, Georg Wil­helm: Augs­burgs Buch­dru­cker­ge­schich­te, Teil I. Vom Jah­re 1468 bis auf das Jahr 1500, erschie­nen Augs­burg 1786; Teil II. Vom Jah­re 1501 bis auf das Jahr 1530, erschie­nen Augs­burg 1791. Unver­än­der­ter Nach­druck: Leip­zig, 1968.
8.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Red­gra­ve, Gil­bert R.: Erhard Rat­dolt and his work at Venice, Chis­wick Press, Lon­don, April 1894. Digi­ta­li­sier­tes Exem­plar der Har­vard Uni­ver­si­ty ver­füg­bar im Inter­net Archi­ve (archi​ve​.org) unter https://​archi​ve​.org/​d​e​t​a​i​l​s​/​e​r​h​a​r​d​r​a​t​d​o​l​t​a​n​0​0​b​r​i​t​g​oog [29.7.2016].
9.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Schot­ten­lo­her, Karl: Die lit­ur­gi­schen Druck­wer­ke Erhard Rat­dolts aus Augs­burg 1485–1522, Ver­lag der Guten­berg-Gesell­schaft, 1922.
10.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Schwarz, Ignaz (Hg.): Die Memo­ra­bi­li­en des Augs­bur­ger Buch­dru­ckers E. Rat­dolt, Leip­zig 1924.
11.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Kün­ast, Hans-Jörg: »Getruckt zu Augspurg«: Buch­druck und Buch­han­del in Augs­burg zwi­schen 1468 und 1555, Stu­dia August­ana Band 8, Ver­lag Nie­mey­er, Tübin­gen, 1997, ISBN-13: 9783484165083 und ISBN-10: 3484165081.
12.Lite­ra­tur­emp­feh­lung: Gier, Hel­mut (Hg.) und Johan­nes Jano­ta (Hg.): Augs­bur­ger Buch­druck und Ver­lags­we­sen: Von den Anfän­gen bis zur Gegen­wart, Ver­lag Har­ras­so­witz, Wies­ba­den, 1997, ISBN-10: 3447036249 und ISBN-13: 978–3447036245. Das Buch ent­stand im Auf­trag der Stadt Augs­burg.