Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
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Satzzeichen

Interpunktionszeichen; Zeichen und Figuren extra des Buchstabenalphabets, um eine geschriebene Sprache verständlich zu formulieren und um Worte in Bezug zueinander zu setzen, auseinanderzuhalten und deren Reihung zu Satzgebilden zu ermöglichen. Zu den Satzzeichen gehören Satzgliederungs-, Satzausdrucks- und Sondersatzzeichen. Satzgliederungs- und Ausdruckszeichen dienen der Sprachfixierung, Sondersatzeichen sind stil-, themen und fachgebunden. In der Schriftgestaltung (
Typometrie) zählen alle Satzzeichen zu den Sonderzeichen.

Satzgliederungszeichen

Punkt (.)
Komma oder Beistrich (,)
Semikolon oder Strichpunkt (;)
Kolon oder Doppelpunkt (:)
Parenthesen ({[]})
Gedankenstrich (–)
Divis (Bindestrich) (-)
Bindezeichen (/)
Abkürzungszeichen (.)
Ausfallzeichen, Auslassungszeichen oder Apostroph (')


Satzgliederungs- und Satzausdruckszeichen

Fragezeichen (?)
Ausrufezeichen (!)
Anführungszeichen (»""«)


Sondersatzzeichen (Auswahl)

At-Zeichen (@)
Et-Zeichen (&)
Referenzzeichen, z.B. Stern (*)
Paragraphenzeichen (§)
Währungszeichen ($)
Mathematische Zeichen (%)
etc.


[T] Das Et-Zeichen (&) spricht man als » und « aus; nicht als » plus «.
[T] Das +-Zeichen spricht man korrekt als » plus « aus. Dies ist insbesondere bei Firmierungen relevant. Demnach würde » Musterfrau + Co. « als » Musterfrau plus Co. « ausgesprochen. Korrekt wäre also » Musterfrau & Co. « für » Musterfrau und Co.«.
[L] Frutiger, Adrian: Der Mensch und seine Zeichen, 1978, Vourier Verlag ISBN 3-925037-39-X.

Aufsatz zuletzt bearbeitet am 31.10.2008
von
Wolfgang Beinert




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Quelle: © Wolfgang Beinert, Typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie
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