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Schriftfamilie
Typographische Bezeichnung für eine Gruppe zusammengehörender Schriftstile bzw. Schriftschnitte in unterschiedlichen Schriftbreiten, Schriftstärken und Schriftlagen, die in der Regel vom gleichen Type Designer (Schriftgestalter) stammen und gemeinsame Formmerkmale (Typometrie) aufweisen. Eine Schriftfamilie besteht mindestens aus einem Grundstil (z.B. Normal oder Buch) für die Grundschrift, zwei leisen Auszeichnungsstilen (Auszeichnungsschriften), beispielsweise die kursive Schriftlage und Kapitälchen, sowie einem lauten Auszeichnungsstil (z.B. halbfette oder fette Schriftstilvariante).
Schriftfamilien können aus bis zu mehreren Duzenden Formvarianten bestehen. Sehr umfangreich ausgebaute Schriftfamilien sind u.a. die Linotype Syntax von Hans Eduard Meyer, die Frutiger oder Univers von Adrian Frutiger.
Umfasst eine Schriftfamilie sämtliche Grundstile, mehrere Auszeichnungsstile sowie wissenschaftliche Sonder- und Satzzeichen etc., dann wird diese Schriftfamilie als Expertensatz (z.B. die Minion von Robert Slimbach) bezeichnet. Zusammengehörende Schriftfamilien aus unterschiedlichen Schriftarten (Schriftklassifkation) werden als Schriftsysteme, Corporate Fonts (Font) oder Schriftsippen (z.B. die Corporate ASE von Kurt Weidemann) bezeichnet.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 20.02.2012
von Wolfgang Beinert
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TYPOSEMINARE
08.11.2013 Frankfurt
15.11.2013 München
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22.11.2013 Berlin
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