|
Schriftfamilie
Typographischer Bezeichnung für eine Gruppe zusammengehörender Schriftstile bzw. Schriftschnitte in unterschiedlichen Schriftbreiten, Schriftstärken und Schriftlagen, die in der Regel vom gleichen Type Designer (Schriftgestalter) stammen und gemeinsame Formmerkmale (Typometrie) aufweisen. Eine Schriftfamilie besteht mindestens aus einem Grundstil (z.B. Normal oder Buch) für die Grundschrift, zwei leisen Auszeichnungsstilen (Auszeichnungsschriften), beispielsweise die kursive Schriftlage und Kapitälchen, sowie einem lauten Auszeichnungsstil (z.B. halbfette oder fette Schriftstilvariante).
Schriftfamilien können aus bis zu mehreren Duzenden Formvarianten bestehen. Sehr umfangreich ausgebaute Schriftfamilien sind u.a. die Linotype Syntax von Hans Eduard Meyer, die Frutiger oder Univers von Adrian Frutiger.
Umfasst eine Schriftfamilie sämtliche Grundstile, mehrere Auszeichnungsstile sowie wissenschaftliche Sonder- und Satzzeichen etc., dann wird diese Schriftfamilie als Expertensatz (z.B. die Minion von Robert Slimbach) bezeichnet. Zusammengehörende Schriftfamilien aus unterschiedlichen Schriftarten (Schriftklassifkation) werden als Schriftsysteme, Corporate Fonts (Font) oder Schriftsippen (z.B. die Corporate ASE von Kurt Weidemann) bezeichnet.
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 18.02.2008
von Wolfgang Beinert
|
|
COPYRIGHT
Bibliographisches Zitieren
TYPO-SEMINARE
24.02.2012 Hamburg
03.03.2012 Berlin
09.03.2012 Düsseldorf
12.03.2012 Frankfurt a.M.
17.03.2012 München
LINKS
Atelier Beinert | Berlin
Archiv mit Zitaten
Designcenter Berlin
Typoakademie
Typolexikon

|
|