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Screen Fonts
Bildschirmschriften
Typographischer Terminus aus dem Electronic Publishing für eine Vektor- oder Pixel-Schrift [1], die primär für LCD- und VGA-Monitore, optische Interfaces sowie digitale Sicht- und Benutzeroberflächen entwickelt wurde. Auch als Bildschirmschriften oder Screen-Schriften bezeichnet.
Mehrheitlich sind Screen Fonts TrueType Fonts bzw. auf TrueType basierte OpenType-Formate. Speziell für die Bildschirmdarstellung entwickelte Screen Fonts sind in kleinen Schriftgraden auf niederauflösenden digitalen Sicht- und Benutzeroberflächen spürbar besser lesbar als klassische Druckschriften, die bestenfalls für den Bildschirm optimiert werden können. Vertreter originärer Screen Fonts sind beispielsweise die Verdana und Georgia von Matthew Carter (Microsoft ®).
Systemschriften und Web Fonts [2] zählen grundsätzlich zu den Screen Fonts. Screen Fonts verfügen über keine PostScript-Technologie, sie sind deshalb für die professionelle Gestaltung und Produktion von Drucksachen nicht geeignet.
[1] Vertreter dieses Schriftformats ist beispielsweise die Intermosaic von ShyFonts.
[2] Mehrheitlich werden sogenannte »Webfonts« zur Nutzung angeboten, die leider nichts anderes als Druckschriften und eben keine im Sinne der Lesetypographie für den Bildschirm entwickelten Screen Fonts sind. Viele Font Foundries versuchen so, ihren digital vorhandenen Druckschriftenbestand bestenfalls als »optimierte« Webfonts zu verkaufen.
[T] Es existieren unzählige Screen Fonts für alle nur erdenklichen digitalen Anwendungen: HTML, Smartphone, Flash, Spielkonsolen, TV, Beamer etc.
[T] Screen Fonts sind als Downloads im Internet erhältlich. Quellen sind Font Foundries, Softwarehersteller (z.B. Microsoft ® oder Apple ®), Typo- und Schriftportale, Blogs, Flashforen etc.
[T] Screen Fonts gibt es auch in DIN- und ISO-Normen, beispielsweise für Displays von Mobilfunktelefonen oder für spezielle Monitorauflösungen (PAL etc.).
Aufsatz zuletzt bearbeitet am 25.01.2012
von Wolfgang Beinert
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