Typolexikon.de : Das Lexikon der westeuropaeischen Typographie : Herausgegeben von Wolfgang Beinert, Berlin.
Typoakademie Berlin
Aktuell
Suche
Grundlagen
Impressum
Newsletter


Spationieren

Typographischer Terminus für die individuelle Erweiterung der Laufweite eines Textes, eines Wortes oder einer Buchstabenkombination (Optischer Schriftweitenausgleich) – ausgehend von der Normalschriftweite. Etymologisch von »Spatium« für »Zwischenraum« aus dem lat. »spatium« für »Raum«. Das dicktengleiche Spationieren wird als Sperrren bezeichnet. Das Spationieren gehört in den Bereich der Mikrotypographie.

[T] Versalien und Kapitälchen sollten grundsätzlich spationiert und ausgeglichen werden.
[T] Im materiellen Schriftsatz (z.B. Holz- oder Bleisatz) verwendete man für das Spationieren, so genannte »Einpunktfüller« bzw. »Einpunktspatien«, »Halbpunktfüller« bzw. »Halbpunktspatien« oder »Kartenspäne«. Typographen, die ihr Handwerk meisterlich beherrschten, glichen kritische Buchstabenkombinationen in kleinen Schriftgraden (Konsultationsgrößen) sogar mit Seidenpapier aus.


Aufsatz zuletzt bearbeitet am 13.12.2006
von
Wolfgang Beinert

COPYRIGHT
Bibliographisches Zitieren



TYPO-SEMINARE
24.02.2012 Hamburg
03.03.2012 Berlin
09.03.2012 Düsseldorf
12.03.2012 Frankfurt a.M.
17.03.2012 München

LINKS
Atelier Beinert | Berlin
Archiv mit Zitaten
Designcenter Berlin
Typoakademie
Typolexikon

Facebook




Index A : B : C : D : E : F : G : H : I : J : K : L : M : N : O : P : Q : R : S : T : U : V : W : X : Y : Z

>

Quelle: © Wolfgang Beinert, typolexikon.de, Das Lexikon der westeuropäischen Typographie.
Bibliographisches Zitieren ausschließlich nur mit Autorenkennung erlaubt.