Zahlengliederung

In der Typographie werden traditionell alphabetische, numerische und alphanumerische Angaben von Werten, Gewichten, Maßen, Formeln und Kommunikationsadressen, welche in der Regel aus einer Antiqua-Schrift und/oder Arabischen Ziffern bestehen, zur besseren Lesbarkeit gegliedert. Die Gliederung der Normalschriftlaufweite (NSW) zwischen Buchstaben und/oder Ziffern erfolgt durch ein festes Leerraumzeichen (Leertaste) bzw. in der Mikrotypographie durch Spationieren in Geviertschritten. 1 )

Bankverbindung

Seit dem 1. Februar 2014 wurden in Deutschland alle Bankverbindungsangaben offiziell auf die internationalen Kennungen (IBAN und BIC/SWIFT) umgestellt. 

Bankleitzzahl

Die Bankleitzahl (BLZ) steht im stehenden Schriftsatz vor der Kontonummer in oder ohne Parenthesen (Klammern). Einteilung von rechts in eine Zweier-, dann Dreiergruppen:

(BLZ 700 500 00) oder BLZ 700 500 00

Bank-Kontonummer

Die Kontonummer steht im stehenden Schriftsatz nach der Bankleitzahl (BLZ). Bei Bankkonten wird von rechts in Dreiergruppen abgeteilt: 2 )

Konto 57 798
Konto 1 213 452

Eine Postgiro-Kontonummer besteht im stehenden Schriftsatz aus zwei Zahlenteilen, die mit einem Bindestrich (Divis, kein Gedankenstrich) verbunden werden. Die erste Nummer wird zwei Stellen von rechts abgeteilt: 3 )

Postgiro-Konto 698 78-345

BIC (SWIFT)

Der internationale standardisierte Bank Identifier Code (BIC), auch SWIFT-Code (Society for worldwide Interbank Financial Telecommunications) genannt, dient dazu, Kreditinstitute weltweit eindeutig zu identifizieren. In Europa wird er bei Überweisungen zusammen mit der IBAN angegeben. Der BIC kann aus 8 oder 11 Zeichen bestehen. Er wird weder im stehenden Schriftsatz noch beim Ausfüllen von elektronischen Formularen, z.B. bei einer Online-Überweisung im Internet (Homebanking), gegliedert:

BIC COBADEHD oder COBADEHD001

IBAN

Die Länge der International Banking Account Number nach ISO 13616 beträgt in Deutschland exakt 22 Stellen, in Österreich 20 Stellen. Sie besteht in Deutschland aus einem 2-stelligen alphabetischen Ländercode (DE), einer 2-stelligen numerischen Prüfzahl (86), der 8-stelligen Bankleitzahl (70150000) und der konstant 10-stelligen Kunden-Kontonummer (0094203609), gegebenenfalls mit vorangestellten Nullen. Die deutsche IBAN wird im stehenden Schriftsatz von links in fünf Vierergruppen und eine Zweiergruppe eingeteilt. Bei der österreichischen IBAN enfällt die Zweiergruppe. Beim Ausfüllen von elektronischen Formularen, z.B. bei einer Online-Überweisung im Internet (Homebanking), wird die IBAN des Begünstigten nicht gegliedert:

DE86 7015 0000 0094 2036 09   (Deutschland)
AT61 7601 3000 3574 6811      (Österreich)

Datum

In Deutschland sind unterschiedliche Gliederungen von Datumsangaben 4 ) gebräuchlich. Grundsätzlich gilt die Reihenfolge Tag, Monat und Jahr: 5 )

Typographische Gliederung:

9.11.2010
9. November 2010 (auch DIN 5008)
Dienstag, 9. November 2010
Dienstag, 9.11.2010
Absteigende und aufsteigende Gliederung nach ISO und DIN:

2010-11-09 (JJJJ-MM-TT) ISO 8601 und DIN 5008 6 )
10-11-09 (JJ-MM-TT) DIN 5008
04.11.2010 (TT-MM-JJJJ) DIN 5008 7 )
04.11.10 (TT-MM-JJ) DIN 5008 8 )
Von/bis:

5. November 2015 bis 8. November 2015
5. November bis 8. November 2015
5. bis 8. November 2015

5.11.2015 bis 8.11.2015
5.11. bis 8.11.2015
5. bis 8.11.2015

5.11.2015–8.11.2015
5.11.–8.11.2015
5.–8.11.2015
von/bis/und:

10. Januar 2016 bis 11. Januar 2016
10. Januar 2016 und 11. Januar 2016

10. bis 11. Januar 2016
10. und 11. Januar 2016

10. bis 11.1.2016
10. und 11.1.2016

10.–11. Januar 2016
10.–11.1.2016

Domain

Eine Top Level Domain (Host-Angabe) kann sowohl in Majuskeln als auch in Minuskeln geschrieben werden, da zur Zeit noch nicht differenziert wird. Kleinbuchstaben sind aber die Regel. Nach dem Schrägstrich (/ Slash) jedoch können Server, z.B. die unter der Betriebssystemfamilie UNIX laufen, Groß- und Kleinbuchstaben unterscheiden.

Das Präfix http:// ist im WWW bei der Eingabe nicht mehr zwingend, außer es handelt sich z.B. um einen FTP-Server. Leerraumzeichen (Leerzeichen), Umlaute, Ligaturen und Akzentzeichen können zurzeit technisch bedingt nicht implementiert werden:

http://www.beinert.net
www.beinert.net
beinert.net
ftp://beinert.net/download/pressefotos.zip

E-Mail

Eine E-Mail-Adresse kann wie eine Domain groß oder/und klein geschrieben werden, da die Informatik im WWW zur Zeit noch nicht differenziert. Minuskeln (Kleinbuchstaben) sind aber auch hier die Regel. Bei der E-Mail-Adresse ist das @-Zeichen (at-Zeichen) eines von drei Elementen einer E-Mail-Adresse. Es trennt eine benutzer- bzw. verwenderspezifische Kennung von der Host-Angabe (Domain). Leerraumzeichen (Leerzeichen), Umlaute, Ligaturen und Akzentzeichen können technisch bedingt zurzeit nicht implementiert werden:

name@domain.de
vorname.familienname@domain.de

Geographische Breiten- und Längenangaben

Die geographische Breite (Phi) eines Ortes ist der Winkel am Mittelpunkt der Erdkugel, zwischen der Äqauatorebene und dem Erdradius des Ortes, polwärts gezählt von 00° Grad bis 90° Grad. Die geographische Länge (Lambda) eines Ortes ist der sphärische Winkel an den Polen zwischen dem Nullmeridian und dem Ortsmeridian. Der Nullmeridian ist der Längenhalbkreis, auf dem die Sternwarte von Greenwich (London, GB) liegt. Die anderen Meridiane werden durch den Winkel bezeichnet, den sie am Nordpol mit dem Nullmeridian bilden. Sie werden von 000° Grad bis 180° jeweils nach Ost und West gezählt.

Die Koordinaten der geographischen Breite stehen immer vor den Koordinaten der geographischen Länge. 1 Grad (1°) entspricht 60 Minuten (60′) und eine Minute (1′) entspricht 60 Sekunden (60″). Die Breiten der nördlichen (N-Breiten) und südlichen (S-Breiten) Erdhalbkugel sehen grundsätzlich immer vor den Längen der westlichen (westliche Längen) und östlichen (östlichen Längen) Erdhalbkugel. Um eine Verwechslung auszuschließen, werden die Breitengrade zweistellig, die Längengrade dreistellig beziffert. Der Osten wird – auch im deutschsprachigen Raum – grundsätzlich mit E abgekürzt, um eine Verwechslung mit der Ziffer 0 auszuschließen:

53°57,5′ N 008°01,5′ E
53°57,5′ N oder 53°57′30″ N
008°01,5′ E oder 008°01′30″ E

HRA und HRB Handelsregistereintragungen

Die Gerichtsgeschäftszeichen der deutschen Amtsgerichte als Registriergerichte für Handelsregistereintragungen (HRA: Handelsregister Abteilung A für Einzelkaufleute und Personenhandelsgesellschaften. HRB: Handelsregister Abteilung B für Kapitalgesellschaften) werden nicht gegliedert. Die Kürzel HRA und HRB werden mit einem Leerraumzeichen von der Registernummer getrennt. Die Länge der Nummer und Zahlenfolge ist vom zuständigen Amtsgericht (Registergericht) abhängig. In Deutschland ist es auch üblich, z.B. auf Briefbögen, das Amtsgericht allgemeinverständlich mit AG abzukürzen:

Amtsgericht Musterstadt HRB 25665
AG Musterstadt HRB 25665

In Österreich wird das Handelsregister als Firmenbuch bezeichnet. Das Firmenbuch wird mit FN abgekürzt. Die Firmenbuchnummer besteht aus einer fünfstelligen Zahl, der als Prüfzeichen ein Kleinbuchstabe folgt. Das Kürzel FN wird mit einem Leerraumzeichen von der Firmenbuchnummer getrennt:

FN 12345a

Postfachnummern

Postfachnummern werden von rechts in Zweiergruppen abgeteilt:

14 69
35 78 90

Postleitzahlen

Postleitzahlen werden nicht gegliedert:

10117 Berlin

Alle Länderkürzel vor der Postleitzahl (z.B. D-10117 Berlin) bzw. die Ländercodes für das Ausland (z.B. F, NL), bei der Adressangabe auf Briefen und Paketen wurde offiziell am 1. September 1999 abgeschafft. Der Name des Ziellandes steht in Großbuchstaben auf Deutsch, Französisch oder Englisch in der letzten Zeile unterhalb der Ortsangabe. 

Steuernummern

Wirtschafts-Identifikationsnummer

A. Standardschema der Bundesländer

Die Länge der deutschen Steuernummer variierte beim Standardschema der Bundesländer zwischen 10 und 11 Ziffern. Die Länge ist somit vom zuständigen Finanzamt abhängig. Sie wird je nach Bundesland mit bis zu zwei Schrägstrichen und nicht mit Leerzeichen gegliedert.

Beispiel Berlin: Vor dem ersten Schrägstrich steht die zweistellige Bundesfinanzamtnummer (F), dann ein Schrägstrich (/), dann die dreistellige Bezirksnummer des Finanzamtes (B), dann Schrägstrich (/), dann die persönliche vierstellige Unterscheidungsnummer (U), dann eine einstellige Prüfziffer (P). Also Bundesfinanzamtsnummer/Bezirksnummer/Unterscheidungsnummer/Prüfziffer:

FF/BBB/UUUUP = 21/815/08150
B. Vereinheitlichtes Bundesschema

Die Länge der deutschen Steuernummer beim Standardschema des Bundes (z.B. für die Abgabe elektronischer Steuererklärungen nach dem ELSTER-Verfahren) beträgt einheitlich 13 Ziffern. Sie wird nicht mit Schrägstrich oder Leerzeichen gegliedert.

Beispiel Berlin:

11FF0BBBUUUUP = 1121081508150

Ob jeweils das Schema der Bundesländer oder des Bundes verwendet wird, liegt im Ermessen der Finanzämter. Der Zeitpunkt, zu dem die Länder-Steuernummer abgelöst wurde, ergibt sich aus dem letzten Steuerbescheid.

Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.)

Die Umsatzsteueridentifikationsnummer (Abkürzung in DE: USt-IdNr. Abkürzung in AT: UID) beträgt in Deutschland und Österreich exakt 11 Stellen. Sie besteht aus einem 2-stelligen alphabetischen Ländercode (DE oder AT) und in Deutschland aus einer 9-stelligen Zahl. In Österreich folgt dem Ländercode ein U, dann eine 8-stelligen Zahl. Eine Umsatzsteueridentifikationsnummer wird nicht gegliedert:

USt-IdNr. DE123456789 (Deutschland)
UID-Nr. ATU12345678   (Österreich)

Telefonnummern und Telefaxnummern

Telefon- und Telefaxnummern werden in Deutschland traditionell von rechts in Zweiergruppen 9 ) geteilt, die Ortskennzahlen in Parenthesen oder mit Schrägstrich; Nebenstellen hinter einem Divis (kein Gedankenstrich) ohne Leeraumzeichen. 10 )

Ortskennzahl und Rufnummer innerhalb Deutschlands:

(0 89) 33 39 90
0 89/3 42 97-9

Telefonnummern können auch innerhalb Deutschlands in Dreier- oder Vierergruppen von rechts und die Ortskennzahl (Ortsvorwahl) mit und ohne Punkt gegliedert werden:

089.333 990
089 333 990
030.2887 5890
0 160.91 363 139
0160.9136 3139

Nach der DIN 5008 11 ) wird die Ortskennzahl von der Rufnummer mit einem Leerraumzeichen (Leertaste) getrennt. Ansonsten wird die Rufnummer nicht gegliedert:

28875890
030 28875890
030 2887589-0

Phonetisches Gliedern von Telefonnummern ist in manchen Fällen sinnvoll, wenn auch in der traditionellen Typographie nicht üblich:

222 0 444

Länder- und Ortskennung für Europa und Weltweit im ITU-Telefonnetz

Bei der Publikation einer Telefonnummer in Europa – und in den meisten Ländern der Welt – stehen zwei Nullen vor der Länderkennung. Bei gleichzeitiger nationaler und internationaler Publikation der Telefonnummer steht die Null der deutschen Ortskennzahl (Ortsvorwahl) in Parenthesen (Klammern) oder sie wird sichtlich durch ein Trennzeichen (z.B. Punkt) abgetrennt. Wird eine Telefonnummer ausschließlich im Ausland publiziert, entfällt die 0:

089.333 999         (bei Publikation in Deutschland)
0 049 (0)89 333 990 (bei Publikation im In- und Ausland)
0 049.(0)89.333 990 (bei Publikation im In- und Ausland)
0 049.89.333 990    (bei Publikation im Ausland)
0049.89.333 990     (bei Publikation im Ausland)

Weltweite Länderkennung

Das Pluszeichen (+) vor der deutschen Länderkennung 49, also +49, bzw. +43 für Österreich und +41 für die Schweiz 12 ), symbolisiert die Nummernkette zum Zugang vom lokalen Telefonnetz zum internationalen Telefonnetz, die von der »Internationalen Telekommunications Union« (ITU) weltweit einheitlich vergeben wird. Das Pluszeichen ist ein Satzzeichen für 00, das in der Regel auch in Ländern wie Kuba, USA und Kanada als Einwahlnummer in das internationale Telefonnetz verstanden wird. Denn diese Länder wählen sich nicht über 00 in das internationale Telefonnetz ein, sondern über eigene Ziffernfolge vor der Länderkennung. Beispielsweise von New York nach München mit 01149.89.333990.

In der Regel wird das Pluszeichen nur in den Industrienationen verstanden und die meisten Festnetzapparate verfügen über kein Pluszeichen auf ihren Tastaturen. In GSM-Netzen kann allerdings weltweit statt der Nummernkette auch direkt + eingegeben werden:

+49.(0)89.333 990 (bei Publikation im In- und Ausland)
+49.89.333 990    (bei Publikation im Ausland)

Wird eine deutsche bzw. schweizer oder österreichische Telefonnummer nur im Ausland publiziert, fällt die Null vor der Ortsvorwahl weg:

0 049.89.333 990 (Europa/weltweit bei Publikation im Ausland)
+49.89.333 990   (weltweit bei Publikation im Ausland)
+49 89 333990    (nach DIN 5008)

Telexnummern

Telexnummern werden nicht abgeteilt:

Telex 0988878

 

Uhrzeit

Die Uhrzeit wird im deutschsprachigen Raum in 24stündiger Zählweise geschrieben (in den USA in 12stündiger Zählweise mit dem Zusatz a.m. oder p.m.). Vor dem Gliederungszeichen stehen die Stunden, danach die Minuten. Den Stunden 1–9 wird keine 0 vorangestellt, jedoch den Minuten 1–9. Das Gliederungszeichen kann frei gewählt werden, jedoch ist ein Punkt oder Doppelpunkt gebräuchlich.

9.10 Uhr
9.05 Uhr
23.12 Uhr
12:05 Uhr
8:09 Uhr
09:05 Uhr (DIN 5008) 13 )

Werden Stunden, Minuten und Sekunden innerhalb einer Tabelle genannt, so sollte grundsätzlich den Ziffern 1–9 eine Null vorangestellt werden:

02:05:03
10:45:09

Wird eine Uhrzeit von/bis – beispielsweise bei Öffnungszeiten – angegeben, kann diese mit einem Gedankenstrich abgekürzt werden (kein Divis und kein Leerraumzeichen zwischen dem Gedankenstrich und den Ziffern!). Das Wort »Uhr« wird nur einmal hintenangestellt:

von 17:45 bis 18:00 Uhr
17:45–18:00 Uhr

Das Wort »Uhr« kann auch mit dem Einzelzeichen »h« für »hora« (lat. die »Stunde«) abgekürzt werden:

8:09 h
8.15 h

Wertangaben, Gewichtsangaben und Maßangaben

Wert-, Gewichts- und Maßangaben werden von rechts in Dreiergruppen abgeteilt. Vierstellige Zahlen bleiben ungeteilt. Anstelle eines Leeraumzeichens (Leerzeichens) 14 ) kann auch mit einem Punkt unterteilt werden.

1234 km 15 )
19 678 kg
19.678 kg
324 453 m
9 098 987 EURO
23 554 789 987 g

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

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Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps   [ + ]

1.Anmerkung: Wird mikrotypographisch in Geviert gegliedert, sollte vor und hinter dem Trennzeichen nur der halbe Wert eingegeben werden, um die Vor- und Nachbreite des Trennzeichens auszugleichen.
2, 3.Anmerkung: In den meisten digitalen Eingabemasken (z.B. Homebanking-Formulare) steht die Bankleitzahl nach/unter der Kontonummer des Empfängers. Um Eingabefehler auszuschließen, wird eine Gliederung der Zahlen durch Leerraumzeichen (Leerzeichen) nicht akzeptiert. Gleiches gilt für PIN- und TAN-Eingaben.
4.Anmerkung: Die DIN 5008, die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung im Büro und Verwaltungsbereich normiert, ist eine Empfehlung des Deutschen Instituts für Normung e.V. für Laien, Schriftstücke lesefreundlich, zweckmäßig und übersichtlich zu gestalten. Es handelt sich hierbei nicht um bindende Vorschriften, typographische Regeln oder gar deutsche Rechtschreibregeln! DIN-Normen im Segment Schrift sind bestenfalls als kleinster gemeinsamer Nenner im alltäglichen Schriftverkehr anzusehen und ersetzten selbstverständlich nicht die professionellen typographischen Regeln.
5.Anmerkung: Datumsangaben mit Ortsangabe können mit und ohne »den« geschrieben werden: Berlin, 9.11.2010 oder Berlin, den 9. November 2010.
6.Anmerkung: Abkürzungen, z.B. 9. Nov. 2010 (DIN 5008) oder 10-11-09 (DIN 5008) sollten im geschlossenen Schriftsatz grundsätzlich vermieden werden. Ebenso sollte die Gliederung JJJJ-MM-TT nach DIN 5008, ISO 8601 und EN 28601 innerhalb des deutschsprachigen Raums vermieden werden, da sie grundsätzlich zu Verwechslungen von Tag, Monat und Jahr führen.
7, 8.Anmerkung: Auffüllungen mit einer Null, also 09.11.2010 oder 09.01.2010 sollten nur im Tabellensatz oder in Feldern von Eingabemasken verwendet werden, nicht im fortlaufenden Schriftsatz.
9.Anmerkung: Die deutsche Gliederung in Zweiergruppen stammt noch aus einer Zeit, als es selbst in Großstädten nur wenig Telefonanschlüsse gab. Heute ist die zweistellige Gliederung aufgrund der langen Ziffernfolgen ungeeignet.
10.Anmerkung: Wenn man sich für ein Gliederungsformat (z.B. zwei- oder dreistellig) entschieden hat, sollte dieses Format grundsätzlich in einer Schriftsatzarbeit durchgängig verwendet werden.
11, 13.Anmerkung: Die DIN 5008, die Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung im Büro und Verwaltungsbereich normiert, ist eine Empfehlung des Deutschen Instituts für Normung e.V. für Laien, Schriftstücke lesefreundlich, zweckmäßig und übersichtlich zu gestalten. Es handelt sich hierbei nicht um bindende Vorschriften, typographische Regeln oder gar deutsche Rechtschreibregeln! DIN-Normen im Segment Schrift sind bestenfalls als kleinster gemeinsamer Nenner im alltäglichen Schriftverkehr anzusehen und ersetzten selbstverständlich nicht die professionellen typographischen Regeln.
12.Anmerkung: Wird eine Telefonnummer nur innerhalb Europas oder insbesondere nur im deutschen Sprachraum D-A-CH (Deutschland, Österreich, Schweiz) publiziert, so ist die Einwahl 00 dem Pluszeichen vorzuziehen, weil somit Irrtümer bei der Eingabe ausgeschlossen werden.
14.Anmerkung: In digitalen Eingabemasken elektronischer Benutzeroberflächen (z.B. Homebanking, PC-Datenbanken etc.) werden in der Regel Gliederungszeichen und Leeraumzeichen bei der Eingabe von Werten im Sinne der Fehlerminimierung nicht akzeptiert. Dies ist im Sinne der Informatik sehr sinnvoll, gilt aber nur für dynamische Eingabeformulare bzw. Eingabemasken und nicht für den stehenden Schriftsatz!
15.Anmerkung: In Tabellen, beispielsweise GuV oder Bilanzen, sollten vierstellige Zahlen auch gegliedert werden. Bei Geschäftsberichten konsequenter Weise dann auch innerhalb der Grundschriftpassagen.