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Kategorie D

Dickte

»Dickte« ist ein typografischer Terminus aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Schriftsetzer, Schriftgießer und Drucker aus der Periode des materiellen Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung), Holz (z.B. aus Birnenholz) oder Kunststoff (z.B. aus Kunstharz) für die Breite eines Schriftkegels einer Drucktype, beispielsweise einer Druckletter, die in einer Tiegeldruckpresse verwendet wird; Schriftkegelbreite.  Dickte weiterlesen

Dicktengleich

»Dicktengleich« ist ein typografischer Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Schriftsetzer, Schriftgießer und Drucker aus der Periode des materiellen Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) für Alphabete, Indo-Arabische Ziffern, Satzzeichen, Sonderzeichen und Leerraumzeichen, die durchgängig die gleiche Dickte bzw. Schriftkegelbreite besitzen. Dicktengleich weiterlesen

Diplomatik

Wissenschaftlicher Terminus für »Urkundenlehre« (altgr. »diploma«, das eigentlich »Gefaltetes, Gedoppeltes« bedeutet, zu »diplóos« für »doppelt«). Ähnlich der Paläografie ist die Diplomatik eine Disziplin der Historischen Hilfswissenschaften, einer Teildisziplin der Geschichtswissenschaft, die mit speziellen Methoden die charakteristischen grafischen, kalligrafischen und typografischen Merkmale von alten Dokumenten, Urkunden und Akten erforscht, diese identifiziert und datiert, auf Echtheit oder Fälschung untersucht, kommentiert und in kritischen Editionen zugänglich macht. Diplomatik weiterlesen

Decorative

Typografischer Terminus für dekorative Schriften, die auf der Typometrie der Antiqua mit und ohne Serifen basieren und Großteils im Sinne der typografischen Schriftklassifikation »Antiqua Varianten« sind. Zu dieser Gruppe gehören mehrheitlich »Designer Fonts«, die nicht die traditionellen Klassifikationsmerkmale einer Text- bzw. Werksatzschrift aufweisen. Decorative weiterlesen

Duktus

Das Singularetantum »Duktus« beschreibt in der Kalligraphie und Typografie die Charaktereigenschaft einer Schrift, insbesondere die Strichstärke, Strichneigung und Strichführung eines Schriftzeichens. Etymologisch leitet sich das Wort »Duktus« vom lat. »ductus« für »Zug, Führung« zu »ducere« für »führen« ab. Duktus weiterlesen

Druckmarken

Druckmarken werden im grafischen Druckgewerbe und der Typografie verwendet, um Druckdaten (z.B. PDF® Files), Druckvorlagen (z.B. Lithofilme), Druckformen (z.B. Offsetdruckplatten), Proofs (z.B. Digitalproofs) oder Druckbögen (z.B. Druckpapierbögen) zu kennzeichnen. Sie dienen im Ein- und Mehrfarbendruck dazu, passgenau zu layouten, zu montieren, zu drucken, zu falzen, zu schneiden, zu kontrollieren und den Workflow zu optimieren. Druckmarken weiterlesen

Display

1. Optische Größe »Display«

Typografischer Terminus für die »Optische Größe« (optical sizes) einer Schriftstilvariante einer klassischen Antiqua Schrift mit oder ohne Serifen, die in ihrer Typometrie speziell für große Schriftgrade ausgelegt ist, beispielsweise für Headlines in Anzeigen, für Plakate oder für Orientierungs- und Leitsysteme. Auch als Ferngrößen, ehemals als Plakatgrößen bezeichnet. Display weiterlesen

Durchschießen

1. Durchschießen und Durchschossen bei Zeilenabständen

Begriff aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz deutscher Schriftsetzer aus der Periode des materiellen Schriftsatzes für das Proportionieren des Zeilendurchschusses bzw. Zeilenabstandes eines Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung), Holz (z.B. aus Birnenholz) oder Kunststoff (z.B. aus Kunstharz). Durchschießen weiterlesen