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Kategorie F

Fonts | Tipps und Bezugsquellen

Computer Fonts (Abk. Fonts, dt. Computerschrift) werden heute nahezu ausschließlich per Download (Herunterladen) von Servern über ein digitales Netzwerk (z.B. Internet) für ein Betriebssystem (OS Operating Systems, z.B. Microsoft Windows® oder Apple macOS®), einen Client (z.B. Webbrowser) bzw. eine Applikation (z.B. Textverarbeitungsprogramm) zur Verfügung gestellt. Fonts | Tipps und Bezugsquellen weiterlesen

Faksimile

1. Händisches Schriftsatzlayout

»Faksimile« ist ein typografischer Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Schriftsetzer aus der Periode des materiellen Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) und des Fotosatzes für ein händisches Schriftsatzlayout;  Faksimiletext; makrotypografisches Layout. Etymologisch »Faksimile« für »Nachbildung« von lt. »fac simile« für »mach ähnlich« zu »facere« für »machen, tun »und »similis« für »ähnlich«. Faksimile weiterlesen

Fließtext

»Fließtext« ist ein typografischer Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz der dspr. Typografie für eine geschlossene Textpassage innerhalb eines Mengentextes bzw. einer Copy eines typografischen Schriftsatzes, die im Satzspiegel bzw. in einer Textkolumne nicht durch einen manuellen Zeilenumbruch, einen Absatz, eine Abbildung oder eine Headline unterbrochen wird. Auch als »Lauftext« bezeichnet. Fließtext weiterlesen

Fliegenkopf

Typografischer Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Schriftsetzer, Schriftgießer und Drucker aus der Periode des materiellen Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) für einen versehentlich oder absichtlich kopfüber, also verkehrt herum (ein)gesetzten Schriftkegel einer Drucktype; gedrehtes Blockadezeichen. Fliegenkopf weiterlesen

Flattersatz

Ein »Flattersatz« ist eine Schriftsatzart. In der Typografie wird zwischen asymmetrischen und symmetrischen Flattersatz unterschieden. Ein »Asymmetrischer Flattersatz« ist ein Flattersatz mit linksbündiger oder rechtsbündiger Satzausrichtung, also ein ungleichmäßiger Flattersatz, beispielsweise ein Rauhsatz. Der »Symmetrische Flattersatz« hingegen ist ein gemittelter, gleichmäßiger Flattersatz. Er wird deshalb auch als »Axialsatz« oder »Zentrierter Satz« bezeichnet. Flattersatz weiterlesen

Fixationen

Fixationen sind eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Ruhen der Augen während des Lesens einer Wortsprache auf einem Punkt. Etymologisch von lat. »fixare« für »festmachen« zu »Festigung» und »Fixierung«.

Weitere Augenbewegungsmuster (Okulomotorik) beim Lesen einer Wortsprache sind die Sakkaden (Vorwärtssprünge der Augen) und die Regressionen (Rückwärtssprünge der Augen). Neurologische Untersuchungen belegen, dass unterschiedlich bewusste und unbewusste Augenbewegungsmuster in direkten Zusammenhang zu unterschiedlichen Regionen des Gehirns stehen. Fixationen weiterlesen

Font

In der Informationstechnik (IT) Abkürzung für »Computer Font«; dt. »Computerschrift«; digitaler Zeichensatz, beispielsweise in Form einer Alphabetschrift, der auf einem Computer sowie dessen Peripheriegeräten als grafisches Zeichensystem zur Visualisierung von Informationen dient.

In der Typografie wird der Anglizismus »Font« als digitaler Pendant zu einer physischen Drucktype verstanden, als eine digital reproduzierbare Bildschirmschrift (Screen Font) bzw. Druckschrift (Werksatzschrift).

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Französische Anführungszeichen

Interpunktionszeichen; Satzausdruckzeichen. Französisch « Guillemets français »; Kurzform Guillemet oder Guillemets, phonetisch im Plural auch als »-gij’mee« ausgesprochen. Französische Anführungszeichen und Abführungszeichen in Form zweier spitzer Klammern oder zweier Halbkreise, bzw. bei »Halben Anführungszeichen« einer spitzen Klammer oder eines Halbkreises. Französische Anführungszeichen weiterlesen

Fraktur

Die Frakturschrift ist eine Hauptschriftgruppe, die im Sinne der Schriftklassifikation mit römischer Alphabettradition zu der Schriftgattung der »Gebrochenen Schriften« zählt. Auch als »Deutsche Schrift«, im englischsprachigen Raum mehrdeutig auch als »Gothic«, »Old English» oder als »Blackletter« bezeichnet.

Die Fraktur war über 400 Jahre im Wesentlichen die Buch- und Verkehrsschrift der Deutschen und bis 1941 die offizielle Amtsschrift im »Deutschen Reich«. Als Schöpfer der ersten reinen »fractura germanica« (1507) gilt der Augsburger Kalligraph und Benediktinerpater Leonhard Wagner (1453–1522). Fraktur weiterlesen

Frontispiz

In der Typografie steht der Terminus »Frontispiz« für eine ganzseitige grafische Abbildung, beispielsweise eine Illustration, eine Typografik oder eine Fotografie, die sich auf der zweiten Seite eines Buches (# 2 Verso) oder einer buchähnlichen Publikation (z.B. Geschäftsbericht oder Broschüre) befindet. Die Seite zwei eines Buches wird deshalb auch als »Frontispizseite« bezeichnet. Frontispiz weiterlesen

Font Hinting

Terminus aus der Informatik (Computer Science) und der digitalen Schriftgestaltung (Type Design) für das Einbetten von »Hints« in Outline Font Files, einer Methode zur Interpolation von digitalen Schriften, um diese am Bildschirm in Lesegrößen deutlicher darzustellen. Etymologisch aus dem Englischen »Font« für »Schrift, Zeichensatz« und »hint« für »Wink, Anspielung, Hinweis«. Gewerbespezifische Abk. »Hinting«; eng. »Hints«. Font Hinting weiterlesen

Fußnote

Eine Fußnote ist eine Anmerkung, Legende, Bemerkung, Quellenangabe, Übersetzung oder weiterführende Erklärung zu einem Wort oder einer Textpassage. Sie wird – im Gegensatz zu Marginalien und Endnoten – am Fuß der gleichen Seite, meist in einem kleineren Schriftgrad, in einer sogenannten Konsultationsgröße, an die Textkolumne (Haupttext) angehängt.  Fußnote weiterlesen

Fleisch

Typografischer Terminus für den nichtdruckenden Außenraum eines Schriftzeichens, beispielsweise eines Buchstabens, einer Arabischen Ziffer oder eines Sonderzeichens, inklusive seiner Formmerkmale, z.B. Striche, Bögen, Tropfen oder Serifen; Buchstabenaußenraum. Das Pendant zum Fleisch eines Schriftbildes ist die Punze, der Binnenraum eines Schriftzeichens. Fleisch weiterlesen

Fust, Johann

Mainzer Kaufmann, Geldverleiher und Fürsprech(er) (Advokat), ab circa 1454 Typograf und Verleger in Mainz. Geboren um 1400 in Mainz. Von ungefähr 1448 bis 1454 Geldgeber, Geschäftspartner und Gläubiger von Johannes Gutenberg (um 1400–1468), dem Erfinder der Typografie. Die von Gutenberg übernommene und ab 1456 umbenannte Fust-Schöffer´sche Offizin gilt als die Keimzelle der Typografie. Alternative Schreibweisen seines Namens: Johannes Fust und Joannes Faustus.
Fust, Johann weiterlesen