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Kategorie L

Lesbarkeit

Unter »Lesbarkeit« – oft auch als »Leserlichkeit« bezeichnet – wird im Segment der Lesetypographie die optimale makrotypographische und mikrotypographische Aufbereitung eines Schriftsatzes verstanden, den ein Rezipient (Leser) auch beim Erfassen längerer Textpassagen, beispielsweise in einem Buch, einer Zeitung, einem Geschäftsbericht oder auf einer Website, als angenehm, richtig und als nicht störend empfindet.  Lesbarkeit weiterlesen

Linksbündig

1. Linksbündige Ausrichtung von Satzzeichen, Wörtern, Zeilen, Flächen, Bildern und grafischen Elementen in einem Layout, einem Gestaltungsraster, einem Satzspiegel oder einer Satzspalte bzw. Kolumne.

2. Typographischer Terminus für eine Satzausrichtung, bei dem alle Zeilenanfänge linksbündig, in senkrechter Ausrichtung untereinander stehen und die Zeilenenden in der Regel rechts frei auslaufen (siehe Flattersatz). 

Das Pendant zu »linksbündig« ist »rechtsbündig«. 

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Leseabstand

Abstand zwischen einem Schriftträger bzw. Schriftmedium und den Augen eines Rezipienten beim Lesen einer (Wort)Sprache; Leseentfernung. Im Nahbereich (Nahabstand) wird der Leseabstand durch Körpergröße (z.B. Armlänge), Schriftmedium (z.B. computerbasierte Lesesysteme), Lebensgewohnheiten (z.B. Lesen im Liegen), abiotische Umweltfaktoren (z.B. Licht) und der Leistungsfähigkeit der Augen (z.B. Akkommodationsfähigkeit) bestimmt. Leseabstand weiterlesen

Lesegrößen


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Typographische Typifikation für Schriftgrade von Textschriften mit oder ohne Serifen, die bei ausreichender Leseschärfe (Minimum legibile) 1 ) beim Erfassen längerer Textpassagen im Nahbereich erfahrungsgemäß als sinnvoll erachtet werden, um damit die Lesbarkeit eines Schriftsatzes bestmöglich zu gestalten.  Lesegrößen weiterlesen

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Anmerkung: Die »Leseschärfe« wird in der Augenmedizin und in der Augenoptik als »Minimum legibile« bezeichnet. Sie unterscheidet sich von anderen Sehschärfen (z.B. Minimum separabile) durch Miteinbeziehens konditionierter Formen von Optotypen als Wortbilder (siehe Fixationen). Daher ist ihr Wert in der Regel auch höher als der Wert anderer Sehschärfenarten. Denn hier werden Wortbilder nicht nur erkannt, sondern auch im Rahmen von kognitiven Kompensationsprozessen eingeordnet. Ob ein Rezipient über eine ausreichende Leseschärfe – egal ob mit oder ohne Brille – verfügt, kann mittels unterschiedlicher Untersuchung und Methoden (z.B. Sehtest) bestimmt werden.