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Kategorie R

Ries

»Ries« ist ein Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Papierhersteller und Drucker für eine Mengeneinheit bzw. Messgröße sortengleicher Formatpapiere (Papierbögen, Druckbögen), die in der Regel mit einem »Ries-Einschlagpapier« umwickelt werden, bspw. 500 Blätter weißes Kopierpapier im DIN A4-Format (210 x 297 mm) zu 80 g/m² (DIN 6730) in einer bedruckten oder beschriebenen Primärverpackung aus Packpapier. Ähnliche Bezeichnungen sind Papierbündel, Papierballen oder Papierpaket. Alternative Schreibweise »Rieß«; Pl. »Riese«; Ableitungen »Riesung«, »eingeriest«, »geriest« und »ungeriest«. Ries weiterlesen

Rubrikator

»Rubrikator« ist eine Berufsbezeichnung für einen Gehilfen eines Schreibers (siehe Kalligrafie) oder Kopisten eines mittelalterlichen Skriptoriums (lat. scriptorium für Schreibstube), der nach dem Schreiben eines Textes – ab Mitte des 15. Jahrhunderts nach dem Druck einer Inkunabeln – die Überschriften (Headlines), Initialen, Lombarden, Buchstabenverzierungen oder Zeilenfüller in Büchern (z.B. Kodizes) oder Manuskripten (z.B. Urkunden) in einer Farbauszeichnung, in der Regel mit rötlicher Tinte, händisch auszeichnete. Substantiv »Rubrizierung«; Verb »rubrizieren«. Rubrikator weiterlesen

Römische Zahlen

Römische Zahlen sind ein Additionssystem römischen Ursprungs. Die Bezeichnung »Römische Zahlen« ist eine dspr. Verkürzung für »Römische Zahlenzeichen«; auch als »Römische Zahlschrift«, »Römische Zählzeichen«, »Lateinische Zahlen« oder »Römische Ziffern« bezeichnet.

Beispielsweise wird die in Indo-Arabischen Ziffern geschriebene Jahreszahl »2021« in Form von Römischen Zahlen als »MMXXI« (M ≙ 1000 + M ≙ 1000 + X ≙10 + X ≙10 + I ≙1 = MMXXI ≙ 2021) geschrieben. Römische Zahlen weiterlesen

Rotunda

Rundgotische Buchschrift; Hauptschriftgruppe, die gemäß der typografischen Schriftklassifikation zur Schriftgattung der Gebrochenen Schriften gehört. In der Paläografie zählen die kalligraphischen Varianten zu den Hochformen der »Littera textualis formata«; dort auch als »Littera Bononiensis« oder »Halbgotische Schrift« bezeichnet. Rotunda weiterlesen

Regressionen

Regressionen sind eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Rückwärtssprünge der Augen während des Lesens einer Wortsprache zu einem vorangegangenen Textabschnitt; auch Regressionssakkaden genannt. Etymologisch von lat. »regressio« zu »regredi« für »umkehren«, »zurückgehen«.

Weitere wichtige Augenbewegungsmuster (Okulomotorik) beim Lesen einer Wortsprache sind die Fixationen (Ruhen der Augen auf einem Punkt) und die Sakkaden (Vorwärtssprünge der Augen). Neurologische Untersuchungen belegen, dass unterschiedlich bewusste und unbewusste Augenbewegungsmuster in direkten Zusammenhang zu unterschiedlichen Regionen des Gehirns stehen.

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Renaissance-Antiqua

Schriftart; Schriftuntergruppe, die im Sinne der typografischen Schriftklassifikation in der Schriftgattung der Antiqua-Schriften zur Hauptschriftgruppe der Antiquas zählt; rundbogige Druckschrift römischen Ursprungs mit Serifen. Auch als »Mediaeval« (lt. »mediaeval« für »mittelalterlich«) bzw. »Mediäval«, im angelsächsischen Sprachraum als »Old Style« oder »Old Face« bezeichnet. Renaissance-Antiqua weiterlesen