Schlagwort-Archive: Druckwesen

Polygrafisches Gewerbe, Hauptdruckverfahren und Drucktechniken zur Vervielfältigung von Druckvorlagen, z.B. im Buchdruck, Offsetdruck, Tiefdruck, Flexodruck oder Siebdruck.

Errata

»Errata« ist in der Typografie ein Terminus für ein gedrucktes Verzeichnis bzw. eine Liste mit Autorenkorrekturen, Satz- und Druckfehlern eines Druckwerkes, das nachträglich einem bereits gefertigten Druckwerk, in der Regel einem Buch oder einer Zeitschrift, beigelegt wird, um den Leser auf die Korrekturen aufmerksam zu machen; Korrekturverzeichnis eines bereits veröffentlichen Druckwerks; beigefügte Liste von erkannten Fehlern eines bereits veröffentlichen Druckwerks; Druckfehlerverzeichnis; Druckfehlerhinweis; Corrigendum (lat. für »Korrektur« bzw. »zu Korrigierendes« oder »etwas zu Verbesserndes«). Errata weiterlesen

Zurichtung

»Zurichtung« bzw. »Zurichten« sind mehrdeutige typografische Fachbegriffe, die ursprünglich aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz dspr. Schriftgießer, Schriftsetzer und Drucker aus der Periode des materiellen Schriftsatzes mit physischen Drucktypen aus Metall (z.B. aus einer Blei-Zinn-Antimon-Kupfer-Legierung) stammen und für das handwerkliche Vor- und Zubereiten einer Druckschrift, einer Druckform oder eines Druckwerks (Werk) verwendet werden. Zurichtung weiterlesen

Zuschuss

»Zuschuss« ist ein Fachausdruck aus dem gewerbespezifischen Sprachschatz deutscher Papierhersteller/-händler und Drucker für Roh- bzw. Druckbögen aus Papier, um den »Abgang« (Makulatur) einer Druckauflage zu kompensieren; zusätzliche Anzahl von Druckbögen extra der Auflagendruckorder, die für das Einrichten der Maschinen und bei der Weiterverarbeitung notwendig sind. Zuschuss ist die Abk. für »Papierzuschuss«; auch als »Zuschussmenge« bezeichnet. Zuschuss weiterlesen

Blindprägung

In der Typografie und im grafischen Gewerbe wird unter einer Blindprägung die mehr oder weniger partielle Verformung bzw. Ausformung eines grafischen Papiers, Kartons oder überzogenen Buchdecke (Einband) verstanden, die durch das Einpressen (Prägen) von dreidimensionalen Schriftzeichen, Flächen, Strukturen, Reliefs oder Illustrationen im Prägedruckverfahren entstehen; auch als »Farblosprägung« bezeichnet. Blindprägung weiterlesen

Akzidenzdrucksachen

Gewerbespezifischer Terminus aus der Epoche der Offizinen bzw. Buch- und Zeitungsdruckereien des frühen 19. Jahrhunderts für einen »Gelegenheitsauftrag« bzw. für eine »Nebeneinnahme«; dann ab Mitte des 19. Jahrhunderts Begrifflichkeit für Geschäfts- oder Privatdrucksachen, beispielsweise Briefpapiere, Visitenkarten, Plakate oder Prospekte, die nicht im Werkdruck bzw. im Buch-, Zeitungs- oder Zeitschriftendruck produziert wurden; auch als »Akzidenzen« bezeichnet.

Zu den Akzidenzen zählen allerdings auch wirkungsvoll gestaltete Teile eines Buches oder einer Zeitung, beispielsweise Zeitungsköpfe (Titelkopf), Werbeanzeigen oder ein aufwendig gestalteter Buchtitel, ein Frontispiz oder der Haupttitel eines Buches. Die Pendants sind »Werkdrucksachen« bzw. »Werkdrucke«. Akzidenzdrucksachen weiterlesen

Offizin

Traditionelle Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Etymologisch entlehnt aus dem neulat. »officina« für »Werkstätte« aus dem altlat. »opificina« zu »opifex« für »Handwerker«. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Die Bezeichnung wurde ab dem späten Mittelalter auch im Allgemeinen für Werkstätten mit Verkaufsräumen verwendet, die sehr hochwertige und teuere Produkte herstellten und verkauften, beispielsweise Apotheken. Offizin weiterlesen

Anschnittmarke

Im grafischen Druckgewerbe und in der Typografie sind Anschnittmarken Markierungen in Form von feinen horizontalen und vertikalen Linien, die den Anschnitt bzw. die Beschnittzugabe einer Drucksache, z.B. einer Postkarte, eines Flyers oder die Seiten eines Geschäftsberichts, auf einem Druckbogen kennzeichnen. Anschnittmarken zählen zu den Druckmarken. Sie werden auch als »Beschnittzugabenmarken« bezeichnet.  Anschnittmarke weiterlesen

Druckmarken

Druckmarken werden im grafischen Druckgewerbe und der Typografie verwendet, um Druckdaten (z.B. PDF® Files), Druckvorlagen (z.B. Lithofilme), Druckformen (z.B. Offsetdruckplatten), Proofs (z.B. Digitalproofs) oder Druckbögen (z.B. Druckpapierbögen) zu kennzeichnen. Sie dienen im Ein- und Mehrfarbendruck dazu, passgenau zu layouten, zu montieren, zu drucken, zu falzen, zu schneiden, zu kontrollieren und den Workflow zu optimieren. Druckmarken weiterlesen

Andruck

Unter »Andruck« wird in der Typografie und im Druckwesen ein Probedruck für gewerblichen Druckverfahren (z.B. Offsetdruck) verstanden, um die Qualität und das Zusammenspiel der Druckvorlagen im Verhältnis 1:1 mit den Bedruckstoffen (z.B. Papiere), Druckfarben (z.B. Echtfarben oder CMYK-Farbmodell) und der Druckmaschine beurteilen zu können.

Probedrucke werden im grafischen Gewerbe »Andrucke« genannt. Eine Druckerei, die sich auf Andrucke spezialisiert hat, wird als »Andruckerei« bezeichnet. Andruck weiterlesen