Schlagwort-Archive: Lesen

Leseprozess, Lesbarkeit von Text und Schrift.

Giessbach

Typografischer Terminus für einen lückenhaften, schlecht »ausgeschlossenen« Blocksatz, bei dem mehrere untereinander stehende, meist zu große und zu ungleichmäßige Wortzwischenräume Lücken im Textbild erzeugen, welche im übertragenen Sinne optisch einen »Giessbach« (Bergbach mit Wasserfall) ergeben. Schriftsatzfehler; auch als »Bach« bezeichnet; altdeutsche Schreibweise »Gießbach«.  Giessbach weiterlesen

Sakkaden

Sakkaden sind eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Vorwärtssprünge des Auges während des Lesens einer Wortsprache zu einem folgenden Textabschnitt. Etymologisch aus dem frz. »saccade« für »Ruck« zu »saccader« für »heftig ziehen«. Weitere Augenbewegungsmuster beim Lesen sind die Fixationen (Ruhen der Augen auf einem Punkt) und die Regressionen (Rückwärtssprünge der Augen), auch Regressionssakkaden genannt. Sakkaden weiterlesen

Fixationen

Fixationen sind eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Ruhen der Augen während des Lesens einer Wortsprache auf einem Punkt. Etymologisch von lat. »fixare« für »festmachen« zu »Festigung» und »Fixierung«.

Weitere Augenbewegungsmuster (Okulomotorik) beim Lesen einer Wortsprache sind die Sakkaden (Vorwärtssprünge der Augen) und die Regressionen (Rückwärtssprünge der Augen). Neurologische Untersuchungen belegen, dass unterschiedlich bewusste und unbewusste Augenbewegungsmuster in direkten Zusammenhang zu unterschiedlichen Regionen des Gehirns stehen. Fixationen weiterlesen

Regressionen

Regressionen sind eine von drei Aktivitäten der Augenbewegungsmuster beim Lesen einer Wortsprache; Rückwärtssprünge der Augen während des Lesens einer Wortsprache zu einem vorangegangenen Textabschnitt; auch Regressionssakkaden genannt. Etymologisch von lat. »regressio« zu »regredi« für »umkehren«, »zurückgehen«.

Weitere wichtige Augenbewegungsmuster (Okulomotorik) beim Lesen einer Wortsprache sind die Fixationen (Ruhen der Augen auf einem Punkt) und die Sakkaden (Vorwärtssprünge der Augen). Neurologische Untersuchungen belegen, dass unterschiedlich bewusste und unbewusste Augenbewegungsmuster in direkten Zusammenhang zu unterschiedlichen Regionen des Gehirns stehen.

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Lesbarkeit

Unter »Lesbarkeit« – oft auch als »Leserlichkeit« bezeichnet – wird im Segment der Lesetypografie die optimale makrotypografische und mikrotypografische Aufbereitung eines Schriftsatzes verstanden, den ein Rezipient (Leser) auch beim Erfassen längerer Textpassagen, beispielsweise in einem Buch, einer Zeitung, einem Geschäftsbericht oder auf einer Website, als angenehm, richtig und als nicht störend empfindet.  Lesbarkeit weiterlesen

Lesegrößen

Typografische Typifikation für Schriftgrade von Textschriften mit oder ohne Serifen, die bei ausreichender Leseschärfe (Minimum legibile) beim Erfassen längerer Textpassagen im Nahbereich erfahrungsgemäß als sinnvoll erachtet werden, um damit die Lesbarkeit eines Schriftsatzes bestmöglich zu gestalten; Schriftgradzuordnung von Druckschriften für Leseabstände im Nahbereich. Lesegrößen weiterlesen

Leseabstand

Abstand zwischen einem Schriftträger bzw. Schriftmedium und den Augen eines Rezipienten beim Lesen einer (Wort)Sprache; Leseentfernung. Im Nahbereich (Nahabstand) wird der Leseabstand durch Körpergröße (z.B. Armlänge), Schriftmedium (z.B. computerbasierte Lesesysteme), Lebensgewohnheiten (z.B. Lesen im Liegen), abiotische Umweltfaktoren (z.B. Licht) und der Leistungsfähigkeit der Augen (z.B. Akkommodationsfähigkeit) bestimmt. Leseabstand weiterlesen