Akkolade

Eine Akkolade ist eine geschweifte Parenthese; geschweifte Klammer; umgangssprachlich auch als »Nasenklammer« bezeichnet. Plural Akkoladen. Etymologisch aus dem Französischem »accolade« für »Umarmung« aus dem Lateinischen »ad« für »zu« und »collum« für »Hals«. Satzzeichen, welches Noten-, Code- und Textzeilen zusammenfügt. 

Runde, eckige und geschweifte (Akkolade) Parenthesen. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance-Antiqua »Minion« von Robert Slimbach. Infografik: www.typolexikon.de
Runde, eckige und geschweifte (Akkolade) Parenthesen. Beispiel gesetzt in der Französischen Renaissance-Antiqua »Minion« von Robert Slimbach.

Für die formale Anwendung von Akkoladen in der Textgestaltung gibt es keine verbindlichen Vorschriften. 1) Sie finden im deutschsprachigen Raum, abgesehen von wissenschaftlichen und musikalischen Publikationen, kaum Verwendung. 2)

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Anmerkung: Es ist durchaus legitim, innerhalb eines geschlossenen Schriftsatzes Akkoladen anstatt runder oder eckiger Parenthesen zu verwenden. Allerdings sollte dann die Akkolade durchgängig verwendet werden.
2.Tipp: Akkoladen lassen sich in der Gebrauchs- bzw. Akzidenztypografie wunderbar als Schmuckzeichen einsetzen.