Offizin

Traditionelle Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Etymologisch entlehnt aus dem neulat. »officina« für »Werkstätte« aus dem altlat. »opificina« zu »opifex« für »Handwerker«. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Die Bezeichnung wurde ab dem späten Mittelalter auch im Allgemeinen für Werkstätten mit Verkaufsräumen verwendet, die sehr hochwertige und teuere Produkte herstellten und verkauften, beispielsweise Apotheken.

Offizin ist die althergebrachte Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Der reproduzierte Holzstich illustriert eine Offizin im 17. Jahrhundert. Quelle: Archiv für Buchgewerbe, um 1912, Verlag des Deutschen Buchgewerbevereins, Leipzig.
Offizin ist die althergebrachte Bezeichnung für eine Buchdruckerei. Auch als »Officina Typographeum«, »Druckoffizin«, »Drucker-Offizin« oder »Buchdruckerey« bezeichnet. Der reproduzierte Holzstich illustriert eine Offizin im 17. Jahrhundert. Quelle: Archiv für Buchgewerbe, um 1912, Verlag des Deutschen Buchgewerbevereins, Leipzig.

Der Begriff »Officina« wurde bereits in der Renaissance von den Prototypografen verwendet und war in Westdeutschland ungefähr bis in die 1950 Jahre, in der DDR bis weit nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahre 1990 gebräuchlich, beispielsweise bis 2015 von der Buchdruckerei »Offizin Andersen Nexö Leipzig« in Zwenkau bei Leipzig (Sachsen).

Heute wird der Begriff »Offizin« nur noch von sehr wenigen Druckereien in Deutschland als gewerbespezifischer Namenzusatz verwendet, weil er im allgemeinen Sprachgebrauch mehrheitlich nicht mehr verstanden wird. 1) 2) 

© Wolfgang Beinert, www.typolexikon.de

Quellen / Literatur / Anmerkungen / Informationen / Tipps:   [ + ]

1.Literaturempfehlung: Wolf, Hans-Jürgen: Geschichte der graphischen Verfahren, Historia Verlag, Dornstadt, ISBN 3-980-0257-4-8.
2.Museumsempfehlung: Museum für Druckkunst Leipzig, Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig, online unter www.druckkunst-museum.de (23.1.2019).